Born 19.2.1921 in Budapest Died 24.4.1945 in Gusen
Biography
Tamás Tauszig or – as the family called him – Tomi was born on February 19, 1921 in Budapest to our old family nest on Szentkirályi út, where I still live. He had an older brother who died shortly after being born, and a younger sister born in 1922 - myself. He had a happy childhood, surrounded by love and care. He went to Zrinyi Miklós Reálgimnázium, where he has received his high school diploma (érettségi) in 1938.
He was a boy-scout, a member of the troop number 252, active in sports including hiking and rowing. He wanted to become a doctor, but because of the discriminatory Numerus Clausus laws this was out of question. He has completed training to be an auto mechanic and an electrician.
In 1942 he was drafted to labor service (munkaszolgálat). Although during his service there were some opportunities to see him in person, he never returned.
His fellows later described him as the most peaceful of them all. Together with his boyish qualities there was a gentle character to him. He was a sweet, benevolent, good natured child who turned into a handsome young man. Siblings tend to quarrel in childhood. Of course this happened to us as well, but what was truly characteristic of him, is what he would do when we received some chocolate. When we got chocolate, we would share it I and would eat my portion right away. The following day he would give me half of his half on his own initiative.
Dr. Anna Tamás, sister (2007)
Tamás Tauszig oder – wie ihn seine Familie nannte – Tomi wurde am 19. Februar 1921 in Budapest in unserem alten Familienwohnsitz in der Szentkirályi út geboren, wo ich heute noch lebe. Er hatte einen älteren Bruder, der kurz nach der Geburt starb, und eine jüngere, 1922 geborene Schwester, nämlich mich. Tomi hatte eine sehr glückliche Kindheit und wuchs sehr behütet und voller Liebe auf. Er besuchte das Zrinyi Miklós Reálgimnázium, das er 1938 erfolgreich abschloss (érettségi).
Er war Mitglied bei den Pfadfindern (in der Gruppe 252) und auch sportlich sehr aktiv, unter anderem beim Wandern und Rudern. Er wollte eigentlich Arzt werden, aber aufgrund der diskriminierenden Numerus Clausus-Gesetze war das leider nicht möglich. Daher absolvierte Tomi eine Ausbildung zum Automechaniker und Elektriker.
1942 wurde er zum Arbeitsdienst (munkaszolgálat) zwangsverpflichtet. Während seiner Zeit beim Arbeitsdienst gab es zwar einige Gelegenheiten ihn zu sehen, er kehrte aber nicht mehr zurück.
Seine Kameraden beschrieben ihn später als den friedlichsten von allen. Er hatte etwas Jungenhaftes an sich und ein sanftes Gemüt. Aus dem liebenswürdigen, freundlichen und braven Kind wurde ein gutaussehender junger Mann. Es ist ganz normal, dass Geschwister in der Kindheit miteinander streiten. Das haben wir natürlich auch gemacht. Aber sein feiner Charakter zeigte sich zum Beispiel, wenn wir Schokolade bekamen. Wir haben die Schokolade immer gleich geteilt und ich habe meinen Teil davon sofort gegessen. Am nächsten Tag gab er mir dann von sich aus die Hälfte seiner Schokolade.