Antonio Ramos Ortega 1914 - 1941 Bearbeiten
Geboren 23.4.1914 in Guareña
Gestorben 16.8.1941 in Hartheim
Biografie
- Antonio Ramos Ortega. Geboren am 23. April 1914 in der Calle San Gregorio 59. Eingetragen im Zivilregister Guareña am 27. April 1914 unter dem Namen Antonio Félix Ramos Ortega, Abschnitt 1, Band 47, Blatt 214. Sohn von Juan Ramos Escobar, Tagelöhner, gebürtig in Villanueva de la Serena, und Dolores Ortega, gebürtig in Badajoz. Großeltern väterlicherseits: Juan Ramos Mateos, gebürtig in Villanueva de la Serena, und María Escobar Romero, gebürtig in Villanueva de la Serena. Großeltern mütterlicherseits unbekannt. Verheiratet mit Mercedes Pascual Monago.
- Mercedes Pascual Monago. Geboren am 26. Jänner 1915 in der Calle El Palomar. Eingetragen im Zivilregister Guareña am 29. Jänner 1915 unter dem Namen Margarita Mercedes Pascual Monago, Abschnitt 1, Band 48, Blatt 141. Tochter von Antonio Pascual Montero, Tagelöhner, und Casimira Monago Espino, beide gebürtig in Guareña. Großeltern väterlicherseits: Jose Pascual Lozano und Antonia Montero Nieto, beide gebürtig in Guareña. Großeltern mütterlicherseits: Pedro Monago Gomez und Francisca Espino Garcia, beide gebürtig in Guareña. Verstorben am 19. Februar 1987 in Toulouse. Spanisches Konsulat Toulouse, Band 27, Blatt 128.
Sie wohnten in der Calle El Palomar 38. Er war Mitglied der Unión General de Trabajadores de Guareña. Er gehörte dem Karabinerkorps als Gefreiter an, in das er im Oktober 1936 eintrat; von dort aus wurde er an eine gemischte Karabinerbrigade, die 2. Kompanie des 1. Bataillons in Castelló abgestellt. Dort war auch sein Schwager Francisco Pascual Paredes stationiert; mit ihm und den jeweiligen Ehefrauen, den Schwestern Anastasia und Mercedes, teilten sie sich eine Wohnung in der Calle Miguel Maura 17 in Alzira (Provinz Valencia) (Amtsblatt des Instituto de Carabineros, Nr. 1937/013, S. 0213 sowie Nr. 1938/049. S. 0674). Im Februar 1939 ging er nach Frankreich ins Exil, wo er sich einer ausländischen Arbeiterkompanie anschloss, die an der Maginot-Linie eingesetzt wurde. Dort wurde er von den Deutschen im Juni 1940 gefangen genommen. Über das Stalag V-D Strasbourg (Nr. 2692) wurde er am 13. Dezember 1940 nach Mauthausen (Nr. 5174) deportiert. Am 17. Februar 1941 wurde er ins Außenlager Gusen (Nr. 10637) und später ins Schloss Hartheim in der so genannten „Aktion 14 f 13“ gebracht. Als solche wurden die Auswahl und die Ermordung durch Giftgas von arbeitsunfähigen sowie aus politischen bzw. rassischen Gründen „unerwünschten“ Häftlingen bezeichnet. Wenige Stunden nach seiner Ankunft auf Schloss Hartheim wurde er in der Gaskammer umgebracht und verstarb 27-jährig am 16. August 1941 um 2:30 Uhr. Am 16. September 1996 erkannte das französische Ministerium für ehemalige Kämpfer und Kriegsopfer seinen „Tod während der Deportation“ an.
Erwähnt sei auch, dass sich Mercedes Pascual Monago an das Spanische Rote Kreuz wendete, um vom Zustand und Aufenthaltsort ihres Ehemannes Antonio Ramos und ihres Bruders Pedro Pascual Monago zu erfahren, von denen sie seit dem 5. November 1940 keine Nachricht erhalten hatte. Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort war „Lager 4. Grand ‚D‘ Esnau, Frontstalag 210, Frankreich“. Am 15. Oktober 1943 sendete das Generalsekretariat des Roten Kreuzes über den Informationsdienst für Angehörige von in Spanien ansässigen Staatsbürgern kriegsführender Nationen eine Mitteilung an Herrn Hartmann, Amtsleiter der Liga der Rotkreuz-Gesellschaften, und den Außendienst des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin. Mercedes Pascual wusste nicht, dass ihr Mann Antonio Ramos und ihr Bruder Pedro Pascual zu diesem Zeitpunkt bereits seit zwei Jahren tot waren.
Pedro José Pascual Salguero
Literatur:
Pedro José Pascual Salguero: El exilio guareñense (Guareña 2019).
Juan Ángel Ruiz Rodríguez (Hrsg.): La Villa de Guareña. Apuntes para su historia (Die Stadt Guareña. Abriss von ihrer Geschichte) [Mitwirkende: José Luis Álvarez Monge, Valentín Casco Fernández, Pedro Fernández Lozano, Fernando Fernández Mansilla, Abel González Ramiro, Francicso Javier Heras Mora, Pedro Miguel López Pérez, Andrés Parejo Sosa, Pedro José Pascual Salguero, Francisco Rueda Algaba, María Elena Rueda Monago, Juan Ángel Ruiz Rodríguez] (Guareña 2019).