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Roger Lalisse Bearbeiten

Geboren 28.10.1918 in Lyon
Gestorben 1945

Biografie

Roger Lalisse arbeitete in der Firma Le Plomb Dur im 7. Bezirk von Lyon, bis er zum Zwangsarbeitsdienst (Service du Travail Obligatoire, STO) einberufen wurde. Er wurde am 19. Februar 1943 mit einem Konvoi von Lyon nach Graz gebracht und der Fabrik Schoeller-Bleckmann in Ternitz zugeteilt, in der Teile für Kanonen und Panzer hergestellt wurden. Da Roger Lalisse sich mit elektrischen Geräten gut auskannte, war für die Wartung der elektrischen Anlagen verantwortlich. Er hatte sich einer Untergrundorganisation angeschlossen und verübte in diesem Rahmen zahlreiche Sabotageakte. Im Januar (bzw. Februar) 1945 wurden er und etwa 15 weitere Kameraden verhaftet und ins Gefängnis von Wiener Neustadt gebracht. Anschließend wurde Roger ins Arbeitserziehungslager (AEL) Maria Lanzendorf überstellt. Am 16. April 1945 kam er ins Konzentrationslager Mauthausen, wo ihm die Häftlingsnummer 138727 zugeteilt wurde.

Da er nach Kriegsende nicht in seine Heimat zurückgekehrt war, beschlossen seine Ehefrau und seine Eltern, Nachforschungen nach seinem Verbleib anzustellen. Im Zuge der Ermittlungen stießen sie 1946 auf Jean Pradel, der zur selben Zeit wie Roger Lalisse deportiert worden war. Jean Pradel erzählte ihnen, dass […] Roger Lalisse aus Lyon am 12. Mai 1945 im KZ Mauthausen gestorben und sein Leichnam noch am selben Tag im Krematorium verbrannt worden sei.Aus der Karteikarte des Lagers geht hervor, dass er am 13. Mai im Block 12 gestorben ist. Roger hinterließ eine Ehefrau, die 1946 starb, und einen Sohn, der im November 1943 geboren war.

 

Frédéric Lalisse-Mugard, Großneffe

 

Quellen:

Akte der Abteilung “Archive der Opfer zeitgenössischer Konflikte“ – Caen-Akten Arolsen Archives

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