Henryk Szczepaniak 1922 - 1944 Bearbeiten
Geboren 30.11.1922 in Sieradz
Gestorben 9.11.1944 in Mauthausen
Biografie
Henryk Szczepaniak war von Beruf Schlosser. Im Oktober 1940 kam er zusammen mit seinem Vater Józef (geb. 10.8.1899 in Sieradz) aufgrund der erzwungenen Arbeitsvermittlung zur Firma Buhne Karosseriebau in Berlin. Beide arbeiteten dort bis zum 23. März 1944, bis sie von ihrer Arbeitsstätte flüchteten. Zuvor wurde sie des Öfteren in der Nähe des Alexanderplatzes gesehen, wo sie mit Kleidungsstücken gehandelt hatten. Im Umfeld der Polen vermutete man, dass ihre Waren aus Diebstählen kämen. Dieser Verdacht war auch der Grund, weshalb Vater und Sohn ihre Arbeitsstelle verließen, was dazu führte, dass die Kriminalpolizei nun nach ihnen fahndete. Henryk wurde am 5. Mai 1944 festgenommen, als er beim Arbeitsamt Berlin-Wilhelmshagen mit gefälschten Papieren um Arbeit ansuchte. Die Überprüfung ergab, dass er dort wegen Einbruchsdiebstahls gesucht wurde. Die staatliche Kriminalpolizei brachte ihn in das Arbeitserziehungslager Wuhlheide. Sein Vater Józef Szczepaniak befand sich dort wegen Spionageverdachts ebenfalls in Haft. Am 4. Juni flüchtete Henryk von der Außenarbeitsstelle Fredersdorf. Er wurde jedoch gefangengenommen und am 13. Oktober 1944 in das KZ Mauthausen überstellt. Einen Monat später verstarb er dort.
Dr. Katarzyna Woniak, Universität Augsburg
Quellen:
Personalakte von Henryk Szczepaniak, in: Landesarchiv Berlin, A Rep. 358-02, Sign. 11681.
Instytut Pamięci Narodowej Warszawa, Sign. IPN GK 131/21