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Rudolf Máčel Bearbeiten

Geboren 26.8.1897 in Arad
Gestorben 1942 in Mauthausen

Biografie

Rudolf Máčel wurde in die Familie eines Mechanikers geboren, er war tschechischer Nationalität und von Beruf Botaniker.

Nachdem er die Volks- und Hauptschule absolviert hatte sowie einen zweijährigen Lehrgang an einer Handelsschule in Brno, wurde er Angestellter bei der Brünner Firma Waeger und Eichler, einem Großhandelsunternehmen für Heilkräuter, wo er bis 1914 tätig war. Erst im Jahre 1925 legte er an einer Brünner Realschule die Reifeprüfung ab und 1927 eine ergänzende Prüfung für Erwachsene an einem Realgymnasium. In den Jahren 1933 bis 1937 studierte er Botanik an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Masaryk-Universität in Brünn.

Er beschäftigte sich vor allem mit der Phytopaleontologie, veröffentlichte Studien über fossile Pflanzen, insbesondere im südlichen Teil des mährischen Kulms, wo er in den Jahren 1939 und 1940 kurz vor seiner Verhaftung Pflanzen sammelte. Im Jahre 1940 beschrieb er im 23. Jahrgang des Sammelbandes des Naturwissenschaftlichen Klubs einige bislang unbekannte Arten (Lepidodendron volkmannianum Stemberg, Lepidendron f. oboratum Sternberg u.a.).

Máčel wurde im November 1941 fast gleichzeitig mit Vladimír Krist verhaftet. Nach der Verurteilung wurde er ins KZ Mauthausen deportiert, wo er 1942 im Alter von 45 Jahren verstarb.

Michal V. Šimůnek

Michal V. Šimůnek ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Wissenschaftsgeschichte des Instituts für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag. Er beschäftigt sich mit der Medizin- und Biologiegeschichte in Böhmen und Mähren im 20. Jahrhundert.

 

Aus dem Tschechischen von Jana Starek

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