Johann Franz 1908 - 1940 Bearbeiten
Geboren 3.6.1908 in Neumarkt
Gestorben 27.5.1940 in Mauthausen
Biografie
Johann Franz wurde am 3. Juni 1908 in Neumarkt in Oberösterreich geboren. Der Ledige arbeitete als Bauschreiber in Ebelsberg, heute Stadtteil von Linz.
Am 21. Oktober 1938 wurde er wegen Verführung eines Jugendlichen zu vier Monaten schweren Kerkers verurteilt. Er hatte schon entsprechende Vorstrafen. Nach der Strafhaft transportierte man ihn am 1. April 1939 als „§175-Schutzhäftling“ in das KZ Dachau, wo er die Nr. 32.853 erhielt. Von dort überführte man ihn am 26. September 1939 in das KZ Buchenwald, wo er die Nr. 3.177 erhielt. Am 15. April 1940 ging es weiter in das KZ Mauthausen. Dort erhielt er die Nr. 2.871. Johann Franz verstarb am 27. Mai 1940 im KZ Mauthausen im Alter von 31 Jahren angeblich an einem schweren Magen- und Darmkatarrh, der zu einer Herz- und Kreislaufschwäche führte.
Rainer Hoffschildt
Rainer Hoffschildt wurde 1948 in Mecklenburg geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften und arbeitete bis zur Pensionierung als Berater in einer Sozialbehörde in Hannover. 1980 begann er mit der Errichtung des Schwullesbischen Archivs Hannover. Publikationen, u. a.: Olivia. Die bisher geheime Geschichte des Tabus Homosexualität und der Verfolgung der Homosexuellen in Hannover (1992).
Quellen:
Archiv der Gedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem, Microfilm Project of Yad Vashem.
Dokumente des International Tracing Service (ITS), Bad Arolsen.
Archiv der Gedenkstätte Buchenwald. Ich danke Wolfgang Röll für die Informationen. Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau. Ich danke Albert Knoll, Gedenkstätte Dachau, für Informationen.
Ich danke Prof. Rüdiger Lautmann, Berlin, der im ITS in Bad Arolsen forschte, für zusätzliche Informationen.
Archiv der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.