პენია იპოლიტეს-ძე პირველაშვილი / Penia Ippolitowitsch Pirweljaschwili 1916 - 1942 Bearbeiten
Geboren 23.1.1916 in Bswani
Gestorben 25.4.1942 in Mauthausen
Biografie
Ursprünglich ist unser [Familien]Stamm aus Swanetien (სვანეთი) und unser ursprünglicher Nachname war Pirweli (პირველი). Nachdem meine Vorfahren von Swanetien nach Sestaponi ins Dorf Futi (ფუთი) ausgewandert waren, änderten sie ihren Nachnamen auf Pirwelaschwili. Meine direkten Vorfahrer sind dann ins Dorf Bswani (ბზვანი) im Kreis Wani (ვანი) übersiedelt. Aus diesem Dorf sind wir die einzigen Pirwelaschwilis.
Selbst Benia nannte man einen „Berechner“, also nach der heutigen Bezeichnung war er ein Buchhalter. Er betreute drei Dörfer und für seine ausgezeichnete Arbeit wurde von der damaligen Regierung mit einem Pferd belohnt. Für damalige Verhältnisse bedeutete ein Pferd ungefähr das, was heutzutage ein geschenktes Auto bedeuten würde. Benia wurde in den Jahren 1940-41 zum Pflichtwehrdienst eingezogen und ohne nach Hause zurückzukehren, musste er vom Wehrdienst direkt in den Krieg. Seine Ehefrau, also meine Urgroßmutter war zu dieser Zeit schwanger auf das zweite Kind und mein Großvater, also Benias Sohn war damals ein Jahr alt. Benia bekam seine Tochter nie zu Gesicht. Nach seiner Einberufung in den Krieg schickte er im Laufe von darauffolgenden 2-3 Monaten regelmäßig Briefe an seiner Familie, danach wurde der Kontakt abgebrochen.
Sein jüngster Bruder Kale, damals 16 Jahre alt, ging heimlich in den Krieg, um Benia zu finden und kam nie mehr zurück. Er hat einen Brief hinterlassen, die wir in unserem Haus im Dorf bis heute aufbewahren. Benia hatte drei Brüder, Schota (შოთა), Wlas (ვლასი) und Kale (კალე). Von den Brüdern sind zwei, Wlas und Schota, lebendig aus dem Krieg zurückgekehrt. Sie suchten regelmäßig nach Benia, schrieben an die zuständigen Behörden in Moskau und bekamen als Antwort, dass Benias Sterbe- und Begrabungsort nicht bekannt sei.
Mein Großvater war bis zu seinem Tode auf der Suche nach Benia und hat mich dabei auch involviert Als ich in der Ukraine gelebt hatte, habe ich regelmäßig nach seinen Spuren gesucht, aber leider vergeblich; Ich bin dem Gott dankbar, dass wir jetzt genauere Infos über seinen Tod wissen.
Temo Pirweljaschwili, Urenkel (2018)
Aus dem Georgischen von Marika Bekauri
Siehe auch:
Personalkarte Kriegsgefangenen-Straflager