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Paul Malle 1906 - 1939 Bearbeiten

Geboren 6.9.1906 in Dobrowa
Gestorben 4.12.1939 in Mauthausen

Biografie

Der Kärntner Slowene Paul Malle (Male) wurde 1906 als Sohn der aus Rabenberg/Šentjanške Rute stammenden Barbara Malle geboren. Nach dem Pflichtschulbesuch verdiente er seinen Lebensunterhalt als Hilfsarbeiter. Er war ledig. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er beruflich jedoch nur schwer Fuß fassen und war schließlich nicht mehr arbeitsfähig und in der Folge auch ohne festen Wohnsitz.

Immer wieder wurde Paul Malle wegen »Bettelns und Vagierens« für einige Tage festgenommen. Seine letzte Verhaftung erfolgte 1938 in Innsbruck. Am 12. Dezember 1938 wurde Paul Malle zu drei Monaten schwerem Kerker verurteilt und nach Verbüßung der Haftstrafe von der Gestapo direkt in das KZ Dachau eingewiesen. Seine Einweisungspapiere trugen die Kürzel »PSV« und »BV«. Im NS-Jargon bedeutete dies »Berufsverbrecher« und »polizeiliche Sicherheitsverwahrung«. Mehrere Verurteilungen zu Haftstrafen von einigen Tagen genügten, um als »Berufsverbrecher« zu gelten. Im KZ Dachau wurde Malles Zugang am 11. Feber 1939 verzeichnet. Er musste die Häftlingsnummer 32.461 tragen. Am 8. Mai 1939 erfolgte seine Überstellung in das KZ Mauthausen. Hier wurde er zur Nummer 1.054. Nach Angaben der Lagerverwaltung war Paul Malle im Alter von 33 Jahren am 4. Dezember 1939 an »Herz- und Kreislaufschwäche« verstorben. 

Brigitte Entner

Slowenisches Wissenschaftliches Institut – Slovenski znanstveni institut Klagenfurt/Celovec

 

Quellen:

Kärntner Landesarchiv (AKL, Abt. 14 OF 139, Gz. 1.434/58).

Literatur:

Brigitte Entner, Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Klagenfurt – Wien/Celovec – Dunaj 2014, 66.

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