Jan Lewandowski 1895 - 1941 Bearbeiten
Geboren 24.10.1895 in Bądkowo Jeziorne
Gestorben 11.11.1941 in Gusen
Biografie
Jan Lewandowski wurde in Bądkowo Jeziorne geboren. Er wohnte in Płomiany im damaligen Landkreis Lipno (Liepe) und war dort Grundschullehrer. Am 17. Oktober 1939 führten die Einsatzgruppen und der sog. Selbstschutz (Mitglieder der deutschen Minderheit) eine große Verhaftungsaktion durch, die auf die Bekämpfung polnischer Intelligenz abzielte. Die Zielgruppe waren Lehrer. Unter dem Vorwand einer Besprechung der Schulangelegenheiten wurden alle Lehrer aus der Lipno-Umgebung zur Konferenz eingeladen. Insgesamt wurden an diesem Tag 72 Lehrer verhaftet und ins KZ Hohenbruch in Ostpreußen gebracht. Von dort gelangte er, wie viele andere verhaftete Lehrer, in das Arbeitserziehungslager Soldau (Działdowo). Am 18. April 1940 erfolgte seine Einweisung ins KZ Dachau und am 26. Mai 1940 seine Überstellung nach Mauthausen. Nur wenige der im Rahmen dieser Aktion verhafteten Lehrer überlebten die KZ-Haft. Laut Bescheinigung des Lagerarztes starb Jan am 11. November 1941 in Gusen an Harnvergiftung und Nierenentzündung. Sein Besitz wurde anlässlich der Pelz- und Wollsammlung für die Wehrmacht der Ortsgruppenleitung der NSDAP übergeben.
Dr. Katarzyna Woniak, Universität Augsburg
Quellen:
Personalakte von Jan Lewandowski, in: Instytut Pamięci Narodowej Warszawa, Sign. IPN GK 629/2882 (Bestand: Gestapo Zichenau)
Akta Sądu Grodzkiego w Lipnie 1945-50, Akta w sprawie stwierdzenia zgonu dot. Jana Lewandowskiego, in: Instytut Pamięci Narodowej Bydgoszcz, Sign. IPN By 115/239
Mirosław Krajewski, Przerwana lekcja. Męczeństwo nauczycieli Ziemi Dobrzyńskiej w latach drugiej wojny światowej. Podsumowanie badań, in: „Rocznik Dobrzyński”, Bd. 2: 2009, S. 143-197, hier S. 189.