Andrew Kalitka 1920 - 1944 Bearbeiten
Geboren 24.1.1920 in Lawrence, Massachusetts
Gestorben 29.2.1944 in Gusen
Biografie
Andrew Kalitka (1920-1944)
Andrew Kalitka wurde am 24. Jänner 1920 als Sohn der ukrainischen Einwanderer Dymytro and Rozalia Kalitka in Lawrence, Massachusetts, USA, geboren. 1929 kehrte ein Teil der Familie aus den Vereinigten Staaten in das Heimatdorf von Dmytro und Rozalia, Pukenychi in der Region Stryj/Lemberg in Galizien (heute Westukraine) zurück, wo Andrew aufwuchs.
Während der deutschen Besatzung wurde Andrew von den nationalsozialistischen Sicherheitsbehörden unter Umständen verhaftet, die in den Akten als „Bandenbetätigung“ vermerkt sind – ein Begriff, der häufig verwendet wurde, um angebliche Partisanen- oder Widerstandstätigkeiten zu bezeichnen. Er kam in das Lagersystem und wurde schließlich im Konzentrationslager Mauthausen inhaftiert.
Andrew war ausgebildeter Schlosser und war den brutalen Bedingungen ausgesetzt, die das KZ-System Mauthausen kennzeichneten. Erhaltene Unterlagen belegen, dass er am 29. Februar 1944 in Mauthausen im Alter von 24 Jahren starb. Sein Tod ist in den Sterberegistern des Lagers Mauthausen verzeichnet, wo er unter dem Namen „Andreas Kalitka“ geführt wird; als Geburtsort ist Lawrence angegeben. Nach den Erinnerungen seiner Familie war er vor seiner Festnahme schwer verwundet worden. Die genauen Umstände seines Todes bleiben jedoch ungewiss und waren vermutlich das Ergebnis einer Kombination aus Verletzungen, Entbehrungen und den tödlichen Bedingungen im Lager.
Auch Andrews jüngerer Bruder Peter Kalitka, geboren am 15. Mai 1922 ebenfalls in Lawrence, wurde verhaftet und deportiert. Er wurde zunächst nach Auschwitz gebracht und später in das KZ-System Mauthausen-Gusen überstellt. Peter überlebte die Haft in Gusen und wurde im Mai 1945 befreit. Familienberichten zufolge fand ihr älterer Bruder John, der als Soldat in der US-Armee diente, Peter nach Kriegsende wieder und half ihm bei der Rückkehr in die Vereinigten Staaten.
Andrew erlebte die Befreiung nicht. Seine Familie erinnert sich an ihn als einen von zwei eng verbundenen Brüdern, deren Leben durch Krieg, Trennung und die Grausamkeit des Konzentrationslagersystems zerstört wurden. Seine Geschichte steht zugleich für einen tiefen Verlust und ein bleibendes Gedenken.
John C. Kalitka, Großneffe (2026)