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Jean Servranckx 1920 - 1945 Bearbeiten

Geboren 6.9.1920 in Paris
Gestorben 10.2.1945 in Gusen

Biografie

Jean Servranckx wurde am 6. September 1920 in Paris geboren und starb am 5. Februar 1945 im KZ Gusen. Jean Servranckx besuchte die Schule in Notre-Dame Sainte-Croix in Neuilly und das Collège Stanislas in Paris. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde er in die Artillerieschule in Fontainebleau eingezogen und diente dann 1940 als nur zwanzigjähriger Leutnant der Artillerie im Abwehrkampf gegen die deutsche Invasion mit äußerster Tapferkeit. Jean Servranckx nahm dann im Herbst 1940 an der Ecole Polytecnique in Villeurbanne seine Studien wieder auf und setzte seine Ingenieursausbildung an der in weiterer Folge in Tarbes fort. Ab August 1943 arbeitete er dann unter der deutschen Besatzung im staatlichen Rüstungsbetrieb Corps Franc in Tulle und später in Alger. Dort wurde er aber am 28. Februar 1944 durch die Gestapo verhaftet, weil man ihm vorwarf, Unterlagen an die Alliierten weitergegeben zu haben. Als man ihn peinlich verhörte, blieb er aber standhaft und sagte sinngemäss: „Ein Offizier denunziert keine anderen Menschen“. Daraufhin wurde er über Limoges, Royallieu und Compiègne am 6. April 1944 in das KZ Mauthausen deportiert. Von dort wurde er schließlich in das KZ Gusen überstellt, wo er am 10. Februar 1945 starb. Nach dem Krieg wurde Jean Servranckx posthum mit einem hohen französischen Militärorden ausgezeichnet. Auch die Stadt Tulle benannte ihm zu ehren eine Straße als „Rue Jean Servranckx“.

 

Rudolf A. Haunschmied, Gedenkdienstkomitee Gusen (www.gusen.org)

Rudolf A. Haunschmied, geboren und aufgewachsen in St. Georgen/Gusen, widmet sich schon seit frühester Jugend neben Ausbildung und Brotberuf der Erforschung der Geschichte des KZ-Komplexes Gusen I, II & III. Er ist Mitbegründer des Gedenkdienstkomitees Gusen (www.gusen.org) und setzt sich seit Jahren auch für die Erhaltung, den Denkmalschutz und die Einbeziehung einzelner noch verbliebener baulicher Reste der Lager von Gusen in eine Erinnerungslandschaft „St. Georgen-Gusen-Mauthausen“ ein.

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