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Mario Cocchi 1915 - 1945 Bearbeiten

Geboren 24.3.1915 in Crevalcore
Gestorben 12.4.1945 in Gusen

Biografie

Mario Cocchi wurde am 24. März 1915 als Sohn von Luigi und Adele Bongiovanni in Crevalcore (BO) geboren. Er wohnte in der Via Cavamento 32 in San Giovanni in Persiceto (BO). Vier Jahre Grundschule. Verheiratet mit Antenisca Candin, Vater von 4 Kindern. Bauer (Pächter). Er leistete seinen Militärdienst in Bologna als Obergefreiter der Infanterie vom 10. Dezember 1940 bis zum 10. August 1943.

Er war im Bataillon „Marzocchi“ der 63. Garibaldi-Brigade „Bolero” aktiv. Das Bauernhaus der Familie diente den Partisanen als Operationsbasis. Am 5. Dezember 1944 wurde er gemeinsam mit seinem Bruder Albano im Zuge der großen Razzia verhaftet, die in der Ebene von Bologna zwischen San Giovanni in Persiceto, Amola und Anzola dell’Emilia durchgeführt wurde. Man brachte ihn nach Bologna, wo er ab dem 9. Dezember 1944 im Gefängnis des deutschen SS-Kommandos San Giovanni in Monte in Haft war. Seine Häftlingsnummer lautete 12487.

Sein Bruder Albano wurde am 14. Dezember abgeholt, um in Sabbiuno di Paderno erschossen zu werden.

Mario wurde am 22. Dezember 1944 dem Transport von 100 Häftlingen ins Konzentrations- und Durchgangslager Bozen-Gries angeschlossen, von wo man ihn am 8. Jänner 1945 mit dem Transport von 483 Internierten, von denen 84 aus der Gruppe von Bologna stammten, nach Mauthausen deportierte.

Bei seiner Ankunft im österreichischen Lager am 11. Jänner 1945 erhielt der die Häftlingsnummer 115447 und wurde als Schutzhäftling mit rotem Dreieck (politischer Häftling) eingestuft. Ausgewiesener Beruf: Tischler.

Er blieb bis zum 14. Februar in Quarantäne. Danach kam er ins Außenlager Gusen, wo er beim „Bergkristall-Bau“ als Hilfsarbeiter eingesetzt wurde. Dort leistete er Zwangsarbeit beim Aushub der Stollen in St. Georgen, in denen die Produktion der Messerschmitt Me 262-Flugzeuge und von Waffen untergebracht war.

Sein Tod in Gusen wurde am 12. April 1945 vermerkt.

Die Kommission zur Anerkennung der Partisanen der Region Emilia-Romagna hat ihn als Partisan anerkannt. Sein operatives Wirken erstreckte sich vom 1. Jänner 1944 bis zum 12. April 1945.

Das Partisanendenkmal in der Piazza Nettuno in Bologna erinnert an Mario Cocchi.

www.ciportanovia.it

 

Quelle:

www.ciportanovia.it – Ein Projekt der Sektion Bologna der A.N.E.D. und der gesetzgebenden Versammlung der Region Emilia-Romagna

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