Hermann Neumann 1901 - 1940
Geboren 16.3.1901 in Frankfurt
Gestorben 15.2.1940 in Mauthausen
Biografie
Hermann Neumann wurde in Frankfurt-Niederrad geboren und wohnte in der Kelsterbacher Straße 24. Der Bauarbeiter/ Hilfsarbeiter war Mitglied der KPD. Im August 1933 wurde er zu einer Woche Haft wegen „groben Unfugs“ verurteilt, weil er angeblich „im betrunkenen Zustand 'Rotfront' gerufen“ hatte.
Nach seiner zweiten Festnahme am 1. November 1934 war er vom 7. November 1934 bis zum 30. Mai 1935 in Untersuchungshaft im Gerichtsgefängnis Frankfurt am Main. Er stand im Verdacht, für die illegale KPD tätig gewesen zu sein. Unter anderem soll er in Niederrad als Nachfolger der ebenfalls verhafteten Elisabeth Scheel, die im selben Haus wohnte, ab Juni 1934 Beiträge eingezogen und Flugschriften wie den „Widerstand“ und die „Arbeiterzeitung“ verteilt haben. Ende Mai 1935 wurde Hermann Neumann in das Gerichtsgefängnis Kassel überführt. Am 5. Juli 1935 verurteilte ihn der Strafsenat des Oberlandesgerichts Kassel wegen „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens“ im Verfahren gegen Elisabeth Scheel zu vier Jahren Zuchthaus und fünf Jahren „Ehrverlust“.Am 5. Januar 1939 wurde Hermann Neumann aus dem Zuchthaus Kassel-Wehlheiden entlassen und sofort von der Gestapo Frankfurt im Gerichtsgefängnis Hammelgasse in „Schutzhaft“ genommen. Am 13. März 1939 wurde er in das Konzentrationslager Dachau transportiert. Von dort wurde er am 27. September 1939 in das Konzentrationslager Mauthausen verschleppt, wo er am 15. Februar 1940 ums Leben kam. Als angebliche Todesursache wurde von einem SS-Unterführer „Grippe in Verbindung mit Herz-Kreislaufschwäche“ beurkundet. Die „Urne“ mit der angeblichen Asche Hermann Neumanns wurde von Pfarrer Felix Rau auf dem Niederräder Friedhof beigesetzt.Der Stolperstein wurde initiiert von Robert Gilcher, Frankfurt-Niederrad.
Quelle:
Stadt Frankfurt am Main, Stolperstein-Biographien in Niederrad, Neumann, Hermann | Stadt Frankfurt am Main [Zugriff: 24.08.2023]
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