Ludwig Kniepetsch 1898 - 1940
Geboren 23.7.1898 in Teplice
Gestorben 15.2.1940 in Mauthausen
Biografie
Ludwig Rudolf Kniepetsch wurde am 23. Juli 1898 in Turn-Teplitz in Nordböhmen geboren. Der katholische Ledige arbeitete später als Postassistent in Mittenwald in Bayern.
Als homosexueller „Schutzhäftling“ kam er mehrfach in das KZ Dachau: Am 1. September 1937 (Nr. 12.760), Abtransport am 18. September 1937, zurück am 27. September 1937, Abtransport am 13. November 1937, zurück am 8. Dezember 1937 (Nr. 13.125), Abtransport am 15. Dezember 1937, zurück am 18. Dezember 1937 (Nr. 13.177), Abtransport am 30. April 1938, zurück am 21. Juni 1939. Es ist vorstellbar, dass die Abtransporte zu Vernehmungen oder Zeugenaussagen und zum Schluss zur Verbüßung einer Strafhaft geschahen. Am 27. September 1939 transportierte man ihn weiter in das KZ Mauthausen. Ludwig Rudolf Kniepetsch verstarb am 15. Februar 1940 im KZ Mauthausen im Alter von 41 Jahren angeblich an Wunden an beiden Füßen und allgemeiner Sepsis.
Rainer Hoffschildt
Rainer Hoffschildt wurde 1948 in Mecklenburg geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften und arbeitete bis zur Pensionierung als Berater in einer Sozialbehörde in Hannover. 1980 begann er mit der Errichtung des Schwullesbischen Archivs Hannover. Publikationen, u. a.: Olivia. Die bisher geheime Geschichte des Tabus Homosexualität und der Verfolgung der Homosexuellen in Hannover (1992)
Quellen:
Archiv der Gedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem, Microfilm Project of Yad Vashem, Dokumente des International Tracing Service (ITS), Bad Arolsen. Ich danke Prof. Rüdiger Lautmann, Berlin, der im ITS in Bad Arolsen forschte, für zusätzliche Informationen. Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau. Ich danke Albert Knoll, Gedenkstätte Dachau, für Informationen. Archiv der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.
Position im Raum

