Max Liedl 1893 - 1941
Geboren 7.7.1893 in Polling
Gestorben 12.8.1941 in Hartheim
Biografie
Max Liedl wurde am 7. Juli 1893 in Polling in Oberbayern geboren. Der katholische Kraftwagenführer war verheiratet, hatte fünf Kinder und lebte in München in der Reisingerstraße 17.
Als homosexueller „Schutzhäftling“ kam er mehrfach in das KZ Dachau und erhielt jedes Mal eine neue Nummer: Am 30. Oktober 1937 (Nr. 12.951), Abtransport am 19. Dezember 1937, zurück am 8. Januar 1938 (Nr. 13289), Abtransport am 26. März 1938, zurück am 30. März 1938 (Nr. 13.739). Es ist vorstellbar, dass die Abtransporte zu Vernehmungen oder Zeugenaussagen geschahen. Schließlich wurde er am 27. September 1939 in das KZ Mauthausen transportiert. Max Liedl verstarb […] im Alter von 48 Jahren im KZ Mauthausen.[1]
Rainer Hoffschildt
Rainer Hoffschildt wurde 1948 in Mecklenburg geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften und arbeitete bis zur Pensionierung als Berater in einer Sozialbehörde in Hannover. 1980 begann er mit der Errichtung des Schwullesbischen Archivs Hannover. Publikationen, u. a.: Olivia. Die bisher geheime Geschichte des Tabus Homosexualität und der Verfolgung der Homosexuellen in Hannover (1992)
Quellen:
Archiv der Gedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem, Microfilm Project of Yad Vashem, Dokumente des International Tracing Service (ITS), Bad Arolsen. Ich danke Prof. Rüdiger Lautmann, Berlin, der im ITS in Bad Arolsen forschte, für zusätzliche Informationen. Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau. Ich danke Albert Knoll, Gedenkstätte Dachau, für Informationen.
[1] Anm. d. Red. MM: Laut Dokumenten, die dem Archiv der KZ-Gedenkstätte vorliegen, wurde Max Liedl in der Tötungsstätte in Hartheim ermordet.
Position im Raum

