Mieczysław Golacik 1914 - 1944

Geboren 6.2.1914
Gestorben 18.1.1944 in Wiener Neudorf

Biografie

Mieczysław Golacik war ledig und lebte als Landwirt in seinem Heimatdorf Szapsk im Landkreis Plöhnen (Płock). Am 10. März 1943 wurde er festgenommen und war seit 31. März im Arbeitserziehungslager Soldau (Działdowo) interniert. Es handelte sich um eine Präventivaktion der Gestapo zur Bekämpfung des polnischen Winderstands in den Landkreisen Ostenburg und Plöhnen. Insgesamt wurden 112 Polinnen und Polen festgenommen. 48 Verdächtigten wurden am 31. Mai 1943 durch das Standgericht für den Regierungsbezirk Zichenau wegen „Vorbereitungen eines hochverräterischen Unternehmens zum Tode durch den Strang“ verurteilt und noch am gleichen Tag erhängt. Gegen 64 weiteren Polen ordnete das Reichsicherheitshauptamt die Einweisung in die KZ Mauthausen, Auschwitz und Lublin (Majdanek) an. Mieczysław wurde vorgeworfen: „sich hochverräterischen zu betätigen. Er gehört der polnischen Widerstandsorganisation ‚ZWZ‘ als Mitglied an." Die Abkürzung „ZWZ“ steht für Związek Walki Zbrojnej (Verband für den bewaffneten Kampf), der zu diesem Zeitpunkt in die Heimatarmee (Armia Krajowa – AK) umbenannt wurde. Aufgrund seines patriotischen Engagements wurde Mieczysław am 26. Juli 1943 dem KZ Mauthausen überstellt und am 30. August dem Außenkommando Wiener Neudorf als Hilfsarbeiter zugeteilt. Er starb dort am 18. Januar 1944.

Dr. Katarzyna Woniak – Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 

Quellen:

• Personalakte von Janusz Brzozowski, in: Instytut Pamięci Narodowej Warszawa, Sign. IPN GK 629/279 (Bestand: Gestapo Zichenau)

• Häftlingspersonalkarte von Mieczysław Golacik, in: Aroslen Archives, 1.1.26/1462685

Position im Raum