George Clement 1917 - 1944

Geboren 25.10.1917 in Leningrad / Sankt Petersburg
Gestorben 7.9.1944 in Mauthausen

Biografie

George[1] Clement (eigentlich Spiridonoff) wurde am 25. Oktober 1917 oder 20. November 1917 in Petrograd[2] (heute St. Petersburg) geboren. Seine Eltern waren Cap. Paul Spiridonoff (ein Offizier im Russisch-Japanischen Krieg und Mitglied der St. Georgs-Kreuz Kavallerie) und Nadejda Nadine Spiridonoff (später Dubash).

Nach der Oktoberrevolution emigrierte die Familie zunächst nach Frankreich, dann nach England. George Clement wurde britischer Staatsbürger. Er studierte am Imperial Service College, Windsor, und am Brasenose College, Oxford.

Am 25. November 1937 änderte er seinen Namen („By deed poll“) von George Spiridonoff auf George Clement.

Er war Mitglied der 3. Hussars Royal Armoured Corps (Service Nr. 259937).

Ab 1943 war er Mitglied der SOE, Special Operations Executive, Französische Sektion (F) und ab 1943 als Fernmelde/Radio-Operator, unter dem Code-Namen „Edouard“ beim „Butler Circuit“.

Fallschirmabwurf im Juli 1943 über der Bretagne. Am 28. November 1943 wurde er während einer Fernmelde-Übertragung in einer Scheune in Hédé festgenommen.

Am 6. September 1944 wurde er in das KZ Mauthausen eingeliefert und am 7. September mit zahlreichen anderen „auf der Flucht erschossen“.

Auszeichnungen:

Vereinigtes Königreich: Mentioned with Despatches

Erinnerungsmale:

Mémorial de Valencay, Sektion F, Indre, Frankreich

Brookwood Memorial, Tafel 2, Zeile 1, Surrey, Vereinigtes Königreich

 

Hugo Richard Mayer

[1] In den KZ-Akten wird George Clement als „Georges Clement“ geführt.

[2] Die Angabe „London“ als Geburtsort in den KZ-Akten war wohl eine Schutzangabe, um nicht als russisch-stämmig identifiziert zu werden. Die Diskrepanz bei den Geburtsdaten ergibt sich durch die Kalenderreform der Bolschewiki, nämlich dem Wechsel vom Julianischen zum Gregorianischen Kalender am 14. Februar 1918.

Position im Raum