Carolus Marinus Popelier 1918 - 1945
Geboren 29.10.1918 in Gorinchem
Gestorben 23.2.1945 in Mauthausen
Biografie
Carolus Marinus Popelier war als Reserveoffizier Pilot in der Royal Navy und geriet am 15. Mai 1942 in Roermond in den Niederlanden in Gefangenschaft. Er wurde noch am gleichen Tag in das Offizierslager Oflag XIII B Nürnberg-Langwasser gebracht. Es war ein Trick der Deutschen. Carolus und andere Offiziere glaubten, sie müssten sich dort nur melden. Sie hatten auch ein Zugticket für die Rückfahrt. Seine Häftlingsnummer war 31598. Am 2. August 1942 verließen sie das Lager Oflag XIII B Nürnberg-Langwasser und begannen eine sechstägige Reise mit unbekanntem Ziel. Am 8. August 1942 kamen sie im Kriegsgefangenenlager Stalag 371 in Stanislau (in der heutigen Ukraine) an. Am 11. Jänner 1944 floh Carolus Popelier aus dem Stalag 371, zusammen mit den Fähnrichen Ad Verhage, Sieb van der Pol, Joop Singor, Ary Ligtermoet, Hans von Seydlitz Kurzbach und Feldwebel Albert Ernst. Am 18. Jänner 1944 wurden Carolus und Ad Verhage wieder aufgegriffen und in das Stalag 371 zurückgebracht. Am 3. März 1944 unternahm er mit einigen Mithäftlingen einen weiteren erfolglosen Fluchtversuch. Anfang April 1944 wurde Carolus zusammen mit acht anderen Häftlingen in das Konzentrationslager Groß-Rosen in Polen verlegt. Dort kam Carolus zusammen mit Ad Verhage auf die Krankenstation des Lagers, da beide vollkommen entkräftet waren. Im Juni 1944 wurde Carolus Marinus Popelier in das Konzentrationslager Mauthausen in Österreich überstellt. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist er im KZ Mauthausen am 23. Februar 1945 im Rahmen der Aktion Kugel (als Strafe für seine Fluchtversuche) ermordet worden.
Die Familie Popelier erhielt Ende Dezember 1945 Nachricht vom Tod von Carolus Marinus Popelier, nachdem es eine Untersuchung durch Ritmeester W. CH. J. M. van Lanschot im Auftrag von Z.K.H. Prinz Bernhard der Niederlande gegeben hatte.
Michel Huisman
Position im Raum

