Alberto Franchini 1920 - 1945

Geboren 12.9.1920 in Maranello
Gestorben 26.4.1945 in Gusen

Biografie

Alberto Franchini wurde am 12. September 1920 als Sohn von Guglielmo und Debora Vicini in Maranello (MO) geboren. Er war in der Via Borgata Città 51 in San Giovanni in Persiceto (BO) wohnhaft. Ledig. Maurer. Er leistete von März 1940 bis zum 8. September 1943 an der Grenze in Frankreich Militärdienst.

Er wurde gemeinsam mit seinen Brüdern Emilio und Carlo am 5. Dezember 1944 in Borgata Città (Gemeinde San Giovanni in Persiceto) im Zuge der großen Razzia aufgegriffen, die in jenen Tagen in der Ebene rund um San Giovanni in Persiceto, Amola und Anzola dell'Emilia durchgeführt wurde. Infolge von Verrat wurden mehrere Hundert Personen verhaftet und an einigen Sammelorten der Gegend wie die Kirche von Amola oder das Theater von Sant’Agata festgehalten. Anschließend brachte man sie nach Bologna zur Vernehmung durch die Gestapo und inhaftierte sie im Untersuchungsgefängnis der Stadt.

Am 9. Dezember 1944 kam er ins Gefängnis des SS-Kommandos San Giovanni in Monte. Dort wurde ihm die Häftlingsnummer 12551 zugewiesen.

Am 22. Dezember 1944 wurde er dem Transport von 100 Häftlingen ins Konzentrations- und Durchgangslager Bozen-Gries angeschlossen, von wo man ihn am 8. Jänner 1945 mit dem Transport von 483 Internierten, von denen 84 aus der Gruppe von Bologna stammten, nach Mauthausen deportierte.

Bei seiner Ankunft im österreichischen Lager am 11. Jänner 1945 erhielt der die Häftlingsnummer 115504 und wurde als Schutzhäftling eingestuft. Ausgewiesener Beruf: Hilfsarbeiter.

Er blieb bis zum 2. Februar in Quarantäne. Danach wurde er dem Außenlager Grein als Hilfsarbeiter zugeteilt, wo rund 120 Häftlinge (darunter ein Teil der Häftlinge aus Bologna vom 11. Jänner) beim Bau von Baracken und der unterirdischen Produktionsanlage unter Schloss Greinburg Zwangsarbeit leisteten. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde er am 20. Februar dem Außenlager Gusen II, B.A. III (Betriebsabteilung III) zugeteilt. B.A. III war die Bezeichnung für die Produktion des Messerschmitt Düsenjagdflugzeugs Me 262, die in einem Stollensystem untergebracht war, das von den Häftlingen von St. Georgen ausgehoben wurde. Der Tarnname für diese Produktion lautete „Bergkristall“.

Als Datum seines Todes in Gusen wurde der 26. April 1945 vermerkt.

Auch sein Bruder Emilio kam nicht mehr aus dem Lager zurück.

Die Kommission zur Anerkennung der Partisanen der Region Emilia-Romagna hat ihn als Partisan anerkannt. Sein operatives Wirken erstreckte sich vom 18. Oktober 1943 bis zur Befreiung.
 

www.ciportanovia.it

 

Quelle:

www.ciportanovia.it – Ein Projekt der Sektion Bologna der A.N.E.D. und der gesetzgebenden Versammlung der Region Emilia-Romagna

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