Tullio Degasperi 1906 - 1945

Geboren 26.7.1906 in Ala (Trentino)
Gestorben 27.4.1945 in Gusen

Biografie

Der heldenhafte PARTISAN „IVAN" TULLIO DEGASPERI am 19. Dezember 1944. Er war im Konzentrationslager Bozen in Haft und wurde über einen Monat lang gefoltert, bis die Deutschen beschlossen, ihn nach Mauthausen zu deportieren.

Der Gefangene kam mit dem letzten Transport in das Außenlager Gusen, wo er in den Tagen der Befreiung Italiens verstarb.

Der Elektromechaniker arbeitete bei der Firma Magnesio. Obwohl er Vater von drei Kindern war, schloss sich der Arbeiter im September 1943 über Kontakte mit dem Untergrundnetz der Kommunisten von Trento der Resistenza an und nahm den Kampfnamen „Ivan“ an.

Als Anführer einer GAP-Gruppe (Gruppo di azione patriottica, GAP) versorgte Degasperi die ersten Partisanengruppen mit Waffen und Sprengstoff, wobei er das Material persönlich von Ala nach Trento, wo sich ein Sammellager befand, transportierte.

Er fungierte auch als „Kurier“ und sorgte dafür, dass die illegale Presse zwischen Trento und Bozen zirkulierte. Er unterhielt die Verbindung zum antifaschistischen Komitee, das im Konzentrationslager der Hauptstadt Südtirols gegründet worden war.

„Ivan" gelang es auch, wertvolle militärische Informationen an das Netz des Nachrichtendienstes der alliierten Mission „Imperative“ zu liefern, bis er aufgrund einer Denunzierung von der Gestapo in Bozen verhaftet wurde.

Es war der 19. Dezember 1944. Degasperi war im Konzentrationslager Bozen in Haft und wurde über einen Monat lang gefoltert, bis die Deutschen beschlossen, ich nach Mauthausen zu deportieren.

Der Gefangene kam mit dem letzten Transport in das Außenlager Gusen, wo er in den Tagen der Befreiung Italiens verstarb.

BRIEF AN DIE FRAU UND DIE FAMILIENANGEHÖRIGEN VOM 1. Februar 1945, ZUGTRANSPORT NACH MAUTHAUSEN:

„1.2.45

Lina,

wenn du diesen Brief erhältst, bedeutet das, dass ich bereits als Deportierter nach Deutschland gekommen bin. Also schreibe ich dir, weil du die Mutter meiner Kinder bist und ich sie dir anvertraue. Gib ihnen und meinen Eltern über meine Abfahrt Bescheid. Ich bitte dich, ihnen so gut wie möglich zu helfen, ich werde mich bei meiner Rückkehr, die hoffentlich bald bevorsteht, erkenntlich zeigen. Bitte gib auch den meinigen Bescheid, und falls es das Schicksal will, dass ich nicht zurückkomme, weißt du, was deine Pflicht ist. Ich bin zuversichtlich, weil ich hoffe, dass es nicht für lange sein wird. Küss mir meine lieben Kleinen ganz fest und sag ihnen, dass sie für ihren Papa beten sollen. Ich danke dir und ich werde mich erkenntlich zeigen, komm dieser meiner Bitte nach. Ciao Tullio

Lebt wohl meine Kleinen und betet für euren Papa, der immer an euch denkt

Mama und Papa Verzeihung und lebt wohl

Grüße an alle Brüder“

 

Primarosa Pia

 

 

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