Василий Лазаревич Есипенко / Wasilij Lasarewitsch Esipenko 1921 - 1942

Geboren 3.9.1921 in Belogorka
Gestorben 10.3.1942 in Mauthausen

Biografie

Wasilij Lasarewitsch Esipenko wurde am 3. September 1921 im Dorf Belogorka, Rajon Manski, Region Krasnojarsk, geboren. Seine Eltern sind am Ende des 19. Jahrhunderts aus der Oblast Sumy und der Oblast Tschernihiw des Russischen Zarenreichs nach Sibirien übersiedelt. Nach vier Jahren Grundschule arbeitete er in der Kolchose als Hirte und Traktorfahrergehilfe. 1939 schloss er die Ausbildung zum Traktorfahrer ab und war bis zur Einberufung in der Maschinen- und Traktoren-Station als Traktorfahrer und stellvertretender Vorsteher der Traktorenbrigade tätig.

Im Januar 1940 heiratete er Marija Tichonowna Trechajewa (geb. 1921). Im September 1940 brachte sie einen Sohn zur Welt.

Am 13. April 1941 wurde Wasilij durch das Rajonmilitärkommissariat Manski, Region Krasnojarsk, in die reguläre Rote Armee einberufen. Zu Beginn des Großen Vaterländischen Krieges diente er im 130. Panzerregiment der ehemaligen 4. Woroschilow-Rotbanner-Kavalleriedivision, die später in die 210. motorisierte Division des 11. mechanisierten Korps (Truppenteil Nr. 9722) umgegliedert wurde. Am 22. Juni 1941 war das 130. Panzerregiment der 210. motorisierten Division in Ossipowitschi (Oblast Mogiljow, Belarussische Sozialistische Sowjetrepublik) stationiert. Am 25. Juli 1941 wurde Wassilij bei den Kämpfen um Mogiljow in der Nähe des Dorfes Suchari gefangengenommen und nach Deutschland transportiert. Bis zum 20. Oktober 1941 befand er sich im Stalag VI-B in Neu Versen (Niedersachsen). Häftlingsnummer (im Stalag VI-B): 35990.

Am 20. Oktober 1941 wurde Wasilij ins Konzentrationslager Mauthausen (Oberösterreich) überstellt. Am 22. Oktober 1941 kam er dort im ersten Transport sowjetischer Kriegsgefangener an. Häftlingsnummer in Mauthausen: 7348. In beiden Lagern wurde Wassilij mehrmals zwangsgeimpft. Vom 7. bis zum 10. März 1942 war er im Krankenrevier des Konzentrationslagers Mauthausen untergebracht. Laut Auszug aus dem Sterbeeintrag Nr. 5422/1962 des Sonderstandesamts, ausgestellt durch das Internationale Rote Kreuz Bad Arolsen, verstarb Wasilij im o. g. Krankenrevier am 10. März 1942 um 8 Uhr morgens. Todesursache: allgemeine Sepsis (Blutvergiftung).

Der Name von Wasilij Lasarewitsch Esipenko wird in folgenden Gedenkbüchern erwähnt:

  • Gedenkbuch der Region Krasnojarsk (Band V, S. 209);
  • Gedenkbuch des österreichischen Autors Peter Sixl „Sowjetische Tote des Zweiten Weltkrieges in Österreich, Namens- und Grablagenverzeichnis“ (S. 254);
  • Gedenkbuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

Der Name von Wasilij Lasarewitsch Esipenko ist verewigt an:

  • der Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer des Großen Vaterländischen Krieges im Dorf Schalinskoje, Rajon Manski, Region Krasnojarsk;
  • an der Gedenktafel im Krematorium der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

 

Elena Michajlowna Malychina (Esipenko), Enkelin

Position im Raum