Teofil Galikowski 1898 - 1940
Geboren 26.7.1898 in Osieczna
Gestorben 16.11.1940 in Gusen
Biografie
Teofil Galikowski war der Sohn von Jan und Katarzyna. Er war ein polnischer Eisenbahner und hatte zusammen mit seiner Frau Helena vier Kinder: Gertruda, Gabriela, Jan und Józef. Während der Besetzung Polens durch Deutschland wurde er verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Am 27. Mai 1940 wurde in das KZ Mauthausen überstellt und später in das Zweiglager Gusen, wo er am 16. November 1940 ermordet wurde.
Familienerzählungen lassen darauf schließen, dass Teofil an Aktivitäten des Widerstands beteiligt gewesen sein könnte. Möglicherweise war er in die als „Akcja Wózek” bekannten Sabotageaktionen gegen die Eisenbahninfrastruktur der Nazis involviert. Ein sehr mutiger Akt, der vielleicht zu seiner Verhaftung geführt hat. Seine Familie hat ihn nie wieder gesehen.
Nach seiner Ermordung wurde seiner Witwe nur ein einziger Gegenstand von ihm ausgehändigt: ein einfacher Holzlöffel. Ein sehr bescheidenes, aber auch sehr bedeutungsvolles Überbleibsel eines Mannes, der sein Leben in Zeiten brutaler Unterdrückung verlor. Dieser Löffel wird bis zum heutigen Tag von Teofils Nachkommen als stummer Zeuge für sein Schicksal gehütet und hält die Erinnerung an ihn wach.
Teofil Galikowski war ein mutiger und prinzipientreuer Mann, der nach seinen Überzeugungen und moralischen Grundsätzen lebte. Er hat sein Leben in Zeiten des Unrechts und der Gewalt verloren. Die Erinnerung an ihn lebt aber weiter und er wird für immer unvergessen bleiben.
Tomasz Galikowski, Enkel (2025)
Position im Raum

