Feliks Przybylak 1898 - 1941

Geboren 12.10.1898
Gestorben 25.9.1941 in Gusen

Biografie

Feliks Przybylak, Sohn von Franciszek und Ludwika (geb. Sobczyk), wurde in Wojciechowo in der Nähe von Jaraczewo (heute im Landkreis Jarocin, Woiwodschaft Großpolen) geboren. Er wuchs in einer Bauernfamilie mit polnischer Kultur und Sprache und patriotischem Geist auf. Er hatte 12 Geschwister. Mit seinen Brüdern nahm er am Großpolnischen Aufstand (1918–19) gegen die deutschen Besatzer teil, um die Region in den wiedergeborenen polnischen Staat einzugliedern. Er kämpfte in den Kompanien von Jarocin und Ostrzeszów. Er erlangte den militärischen Rang eines Obergefreiten. Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens ließ er sich in Ostrzeszów (südöstliches Großpolen) nieder, wo er Józefa Kempa, geboren 1899, heiratete. Er hatte fünf Kinder. Er war Landwirt und Arbeiter. Er nahm aktiv am Gemeindeleben teil und war unter anderem aktives Mitglied der Vereinigung ehemaliger Aufständischer in Großpolen, die bis 1939 bestand. Am 26. April 1940 gehörte er zu der ersten Gruppe von etwa 60 Polen, die aus ihren Häusern in Ostrzeszów deportiert und in das Konzentrationslager Dachau gebracht wurden. Am 5. Juni 1940 wurde er dann in das Lager Mauthausen-Gusen deportiert. In Gusen starb er am 25. September 1941, erschöpft durch die harte Lagerarbeit und die Krankheit „Colitis ulcerosa“, die laut Dokumenten seine Todesursache war.

 

Robert Walkowiak, Urenkel von Feliks, Leszno/Polen, 2024

Position im Raum