Zygmunt Wiśniewski 1902 - 1941

Geboren 22.1.1902 in Kosinki
Gestorben 3.11.1941 in Gusen

Biografie

Zygmunt Wiśniewski wurde im Dorf Kosinki im Landkreis Mława (Mielau) geboren. Mit seiner Familie lebte er in Żuromin; er war von Beruf Techniker und arbeitete als Händler. Seine Ehefrau war deutscher Abstammung und seine drei Kinder sollten im deutschen Sinne erzogen werden. Er wurde am 9. April 1940 als „Präventivhäftling“ festgenommen. Es handelte sich um eine Gestapo-Aktion zur Bekämpfung des Widerstands innerhalb der polnischen Intelligenz, die im Zuge des Erlasses des Reichssicherhauptamtes vom 3. April 1940 im Regierungsbezirk Zichenau (Ciechanów) stattfand. Jedoch schon im Februar 1940 war er von einem Volksdeutschen angezeigt worden, da er angeblich ausländische Sender gehört habe, was strengstens verboten war. Die Ermittlung bestätigten die Vorwürfe nicht; allerdings sollte er als „Deutschhasser“ in Beobachtung bleiben. Zygmunt wurde zunächst, wie tausende andere bei dieser Aktion festgenommene unschuldige Polinnen und Polen, in das Durchgangslager Soldau gebracht. Schon am 18. April 1940 erfolgte seine Überstellung in das KZ Dachau und am 25. Mai kam er nach Mauthausen. Seine Ehefrau stellte zwei Gesuche auf Aufhebung der „Schutzhaft“, die trotz ihrer deutschen Abstammung negativ entschieden wurden, da Zygmunt deutschfeindlich eingestellt sei. Am 20. Oktober 1941 wurde er in den Krankenbau in Gusen aufgenommen. Dort starb er am 3. November 1941 an „Dickdarmentzündung“.

 

Dr. Katarzyna Woniak, Universität Augsburg

 

Quelle:

Personalakte von Zygmunt Wiśniewski, in: Instytut Pamięci Narodowej Warszawa, Sign. IPN GK 629/6843 (Bestand: Gestapo Zichenau)

Position im Raum