Albert Biba 1902 - 1942

Geboren 13.7.1902 in Neuses
Gestorben 27.11.1942 in Gusen

Biografie

Albert Joh. Biba wurde am 13. Juli 1902 in Neuses, Kreis Gelnhausen, in Hessen geboren.[1] Der Ledige blieb an seinem Geburtsort, wohnte dort in der Barbarossastraße 6 und war als Zigarrenarbeiter tätig. Das Landgericht Hanau verurteilte den 36-Jährigen am 30. Dezember 1938 nach den Paragraphen 175 und 175a zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Zunächst transportierte man ihn am 13. Januar 1939 in das Zuchthaus Kassel-Wehlheiden, dann am 19. April 1939 zur Schwerstarbeit in das Strafgefangenenlager Brual-Rhede im Emsland und schließlich am 14. Juni 1939 in das Strafgefangenenlager Bathorn im Emsland. Zum Strafende entließ man ihn nicht in die Freiheit, sondern transportierte ihn am 20. Juni 1941 auf Anweisung der dortigen Gestapo in das Polizeigefängnis Kassel.

Aus seiner Häftlingsnummer in Dachau, Nr. 26.982, lässt sich ableiten, dass er im August 1941 dem KZ zuging. Wiederum aufgrund seiner Häftlingsnummer im KZ Mauthausen, Nr. 14.892, Kategorie §175, kann man vermuten, dass er erst im zweiten Halbjahr 1942 dem KZ zuging. Belegt ist der Tod von Albert Biba im KZ Mauthausen, Außenlager Gusen, am 27. November 1942 um 13.00 Uhr. Er starb angeblich an einem eitrigen Darmkatarrh, tatsächlich aber doch wohl an den Strapazen der jahrelangen Haft und Zwangsarbeit und der chronischen Unterversorgung im KZ.

Rainer Hoffschildt, Hannover.

[1] Niedersächsisches Landesarchiv, Staatsarchiv Osnabrück Rep. 947 Lin II Nr. 15260. Ich danke Christian-Alexander Wäldner, Weetzen, für zusätzliche Informationen. Karteikarten im Hauptregister des ITS in Bad Arolsen.

Position im Raum