Władysław Frelian 1916 - 1943

Geboren 13.6.1916 in Rzędów
Gestorben 8.1.1943 in Gusen

Biografie

Władysław Frelian wurde im Dorf Rzędów, Gemeinde Tuczępy, als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Er hatte fünf Geschwister. Nach dem deutschen Einmarsch in Polen diente er als Schütze in einem Infanterieregiment der polnischen Armee und geriet anschließend in Gefangenschaft. Er wurde zunächst im Stalag VIII-C in Sagan (Nr. 3632) inhaftiert, dann nach Stalag XII-B in Frankenthal verlegt, von wo er am 17. Oktober 1940 im Stalag XII-A in Limburg ankam. Am 17. Juli 1941 wurde Władysław in den Zivilstatus versetzt und einem Bauernhof in Albessen, Landkreis Kusel, zugeteilt. Angeblich soll er sich im Sommer 1941 einer deutschen Haushaltshilfe genähert haben, die auf dem Hof beschäftigt war. Im Mai 1942 wurde Władysław verhaftet und in das Gestapo-Gefängnis in Neustadt an der Weinstraße gebracht. Während des Verhörs bestritt der Pole die Vorwürfe, gab aber, wahrscheinlich unter dem Druck der Gewalt, schließlich die Annäherungsversuche zu. Die Gestapo hielt ihn für einen „frechen Burschen“ und beantragte beim RSHA in Berlin für Władysław die Einweisung in das Konzentrationslager Stufe III, da er eine „eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung bildet“. Einen Monat später traf eine positive Entscheidung aus Berlin ein, und im September 1942 wurde Władysław in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert. Im Januar 1943 starb er in Gusen. Als Todesursache gab man chronische Nierenentzündung an.

Dr. Katarzyna Woniak, Universität Augsburg (2025)

 

Quelle:

Landesarchiv Berlin, B Rep. 057-01 Nr. 4324, Personalakte von Władysław Frelian 

Position im Raum