Mathias Sinnwell 1907 - 1944

Geboren 8.3.1907 in Hüttersdorf Gemeinde Schmelz
Gestorben 15.3.1944 in Gusen

Biografie

Mathias ist im Spätsommer 1933 mit seinem Bruder nach Frankreich emigriert, beide waren Antifaschisten. 1940 wurden beide von der Vichy Regierung verhaftet und in einem Lager in Bassens interniert. 1941 wurden sie an die deutsche Gestapo ausgeliefert und zuerst nach Saarbrücken, dann nach Frankfurt gebracht. Dort erfolgten lange Verhöre mit Folterungen durch die Gestapo. Hier wurden die Brüder getrennt. Mathias wurde Anfang Februar 1942 nach Dachau gebracht, am 26. November 1942 von Dachau in das KZ-System Mauthausen eingeliefert und am 5. Juli 1943 in das Nebenlager Gusen überstellt. Am 15. März 1944 ist er dort verstorben an den Folgen von Herzmuskelschwäche. Einen Tag später wurde seine Leiche im dortigen Krematorium eingeäschert.

Am 7. Mai 2022 ist für Mathias ein Stolperstein verlegt worden. Gunter Demnig hat den Stein angefertigt und vor dem Elternhaus von Mathias verlegt.

Simone Klein, Großnichte

Position im Raum