Ugo Domenico Bozzi 1926 - 1945
Geboren 17.5.1926 in Menconico
Gestorben 19.3.1945 in Gusen
Biografie
Ugo Domenico Pasquale Bozzi wurde am Montag, den 17. Mai 1926 als Sohn von Mario und Caterina Pernigotti in Menconico in der Provinz Pavia geboren.
Anschließend zog er nach Varzi in der Provinz Pavia, wo er mit seinen Eltern und drei Brüdern lebte und den Beruf des Landwirts ausübte.
Zum Militärdienst berufen, taucht Ugo nicht auf und tritt dem Widerstand bei, indem er sich den Reihen der 51. Capettini-Brigade unter dem Kommando von Angelo Ansaldi (Primula Rossa) in der Garibaldi Aliotta-Division anschließt.
Am 18. Dezember 1944 flüchtete eine Abteilung von etwa zwanzig Garibaldini der Brigade Capettini in die Grundschule von Brallo, wo sie nachts von den Nazis überrascht wurden. Einigen Partisanen, darunter Aldo Masanta und Luigi Persani, gelingt die Flucht, während der fast zwanzigjährige Renato Lamarmora Gusmaroli getötet wird. Die anderen werden gefangen genommen. Darunter der 18-jährige Ugo, Peppino Falco Capitani, Mario Casullo, Giacomo Centenaro, Antonio Degli Alberti, Fredio Guerrini, Giovanni Nani Masanta und Antonio Poggi.
Der 18-jährige Ugo wurde mit seinen gefangenen Kameraden im Hotel Corona di Varzi eingesperrt. Der 20-jährige Schneider aus Fabbrica Curone, Terenzio Forbice Toso, ein Partisan der Arzani-Brigade, der in Forotondo von Fabbrica Curone gefangen genommen wurde, und der 20-jährige Bauer aus Val di Nizza, Benito Rossotti, ein Partisan der Crespi-Brigade, kommen auch hier an.
Mit seinen gefangenen Gefährten wurde der 18-jährige Ugo anschließend in die Visconti-Burg von Pavia versetzt. Hier finden sie auch den 19-jährigen Vittorio Baiardi aus Varzi und den ehemaligen Karabiner aus Godiasco Leandro Orlando, Partisanen der Cornaggia-Brigade, die über Godiasco gefangen genommen wurden, den 21-jährigen Partisanen aus Rom Fernando Sallusti, den 24-jährigen Mechaniker aus Montù Beccaria Pietro Fido Civardi, ein Partisan der gefangenen Barni-Division in Montecapraro in der Provinz Alessandria, der 29-jährige Fahrer Ludovico Stradella aus Montebello und der 44-jährige Arbeiter aus S. Donato Mailänder Paolo Rizzi, Partisan der Crespi-Brigade.
Am Samstag, dem 30. Dezember 1944, wurde der 18-jährige Ugo mit seinen Gefährten im Nazi-Flügel des Mailänder Gefängnisses S. Vittore eingesperrt, wo innerhalb weniger Tage weitere antifaschistische Gefangene eintrafen.
Am Dienstag, den 16. Januar 1945 wurde der Ugo Domenico Bozzi mit seinen Kameraden in das Durchgangslager Bozen und am Donnerstag, den 1. Februar 1945, mit fast allen seinen Kameraden in das Konzentrationslager Mauthausen in Österreich (Transport 119) deportiert.
Am Sonntag, dem 4. Februar 1945, kommt Ugo Domenico Bozzi mit seinen Gefährten im Konzentrationslager Mauthausen in Österreich an, wo ihm die Seriennummer 126085 zugewiesen wird.
Am Montag, den 19. März 1945 starb Ugo im Alter von 18 Jahren in Gusen.
Von den Mitgefangenen in Varzi überleben nur Luigi Sparviero Modonesi und Terenzio Forbice Toso.
Ugo wird mit seinen Gefährten auf der Gedenktafel an der Fassade der Brallo-Schule erinnert. In Varzi erinnert man sich mit Mario Casullo, Giacomo Centenaro und Antonio Degli Alberti an die Gedenktafel am staatlichen Kindergarten, an einen der fünf Stolpersteine auf dem Rathausplatz und auch an das Denkmal der nahe gelegenen Ortschaft S. Martino.
Don Ugo Bozzi, Neffe
Documentazione:
- CICR, b. 2, fondo ANED, ISTORECO PV.
- Registro partigiani “Morti”, ISTORECO, PV.
- In una video intervista (Varzi 22 settembre 2013) Luigi Persani, unico scampato alla deportazione, racconta le vicende della cattura del distaccamento della “Capettini” (Archivio Arrigoni Savini).
Bibliografia:
- G. U., n. 234082, p. 259, c. a Menconico, Mauthausen e Gusen, 19 marzo ‘45.
- AA. VV., “I deportati pavesi nei lager nazisti”, Pavia, Amministrazione Provinciale, 1981, p. 134
- V. Morelli, “I deportati italiani nei campi di sterminio. 1943-1945”, Milano, Artigianelli, 1965, p. 316;
- V. Pappalettera, “Tu passerai per il camino: vita e morte a Mauthausen”, Milano, Mursia, 1965, p. 268.
- I. Tibaldi, “Compagni di viaggio. Dall’Italia ai Lager nazisti. I “trasporti” dei deportati. 1943-1945”, Milano, 1995, p. 119.
- U. Scagni, “La Resistenza e i suoi caduti tra il Lesima e il Po”, Varzi, Guardamagna, 1995, pp. 384-385.
- D. Venegoni, “Uomini, donne e bambini nel lager di Bolzano”, Milano, Mimesis, 2004, ad nomen.
- M. A. Arrigoni, M. Savini, “Dizionario biografico della deportazione pavese”, Milano, Unicopli, 2005, ad nomen.
- N. Tranfaglia, B. Mantelli (a cura di) “Il libro dei deportati”, vol. 1, “I deportati politici 1943-1945”, tomo 1, Milano, Mursia, 2009, ad nomen.
- M. A. Arrigoni, M. Savini, “I nemici in casa. Rastrellamenti, repressione e resistenza in provincia di Pavia (1943-1945), Varzi, Guardamagna, 2015, pp. 125-126.
Position im Raum

