Wilhelm Marschall 1920 - 1944

Geboren 26.4.1920 in Lonsheim
Gestorben 25.11.1944 in Hartheim

Biografie

Wilhelm Marschall lebte vor seiner Deportation in Usenborn, Kreis Büdingen (Oberhessen); dort wohnte auch seine Mutter Johanna (geboren am 11. September 1896 in Ilbenstadt – gestorben am 25. Mai 1943 in Auschwitz). Vermutlich waren Josef (geboren am 6. Mai 1923 in Wonsheim – gestorben am 9. Juli 1943 in Auschwitz) und Renate (geboren am 7. Juli 1933 in Hoppengarten – gestorben am 12. April 1943 in Auschwitz) seine Geschwister. Diese drei werden in den Auschwitz Death Certificates 1941-1943 aufgeführt und in der Datenbank des United States Holocaust Memorial Museum USHMM.

Wilhelm Marschall, von Beruf Korbmacher, wurde am 3. August 1942 von der Kripo Darmstadt ins KL Flossenbürg verbracht, von dort am 29. Oktober 1942 ins KL Dachau überführt und am 6. Dezember 1943 schließlich nach Mauthausen deportiert. Dies geht aus Dokumenten hervor, die in der Datenbank von Arolsen Archives einzusehen sind.

Jene Organisation bewahrt die Todesfall-Anzeige auf, die vom Standesamt Mauthausen an Marschalls ehemaligen Wohnort geschickt wurde. Nur gab es keine Angehörigen mehr, die informiert hätten werden können – seine Mutter Johanna, sein Bruder Josef und seine Schwester Renate hatten zu diesem Zeitpunkt bereits das „Zigeunerlager“ in Auschwitz durchlaufen und waren ermordet worden.  

Martin Schindel, Pfarrer im letzten Wohnort des Ermordeten (2025)

Position im Raum