Cosimo Triumbari 1920 - 1945
Geboren 12.1.1920 in Siderno
Gestorben 27.4.1945 in Ebensee
Biografie
Der aus einer Bauernfamilie stammende Cosimo Triumbari wird am 12. Januar 1920 als fünfter von sieben Kindern in Siderno geboren. Mit 19 Jahren wird er 1939 zu Unrecht vom Regime verhaftet und nach Catanzaro gebracht. Nach diesem Vorfall verliert sich seine Spur. Einer bis vor einigen Monaten gültigen Version zufolge soll Cosimo während der Bombenangriffe der Alliierten von 1943 ums Leben gekommen sein. Bis in die 1970er Jahre galt er als „Deserteur“, so als hätte er sich zu Kriegszeiten dem Militärdienst in der Königlichen Armee entzogen. Im Zuge einer Tagung über italienische Militärinternierte, die vom Historiker Mimmo Romeo abgehalten wurde, tauchte sein Name auf und es kam endlich die Wahrheit ans Licht: Cosimo war ein „Militärinternierter“, der der Genfer Konvention entzogen worden war, weil er die Einberufung zum Kampf für die Republik von Salò verweigert hatte. Tatsächlich wurde er nach Fossoli gebracht und als „politischer“ Häftling eingestuft, wie aus der online einsehbaren Karteikare der gleichnamigen Stiftung hervorgeht. Am 24. Juni 1944 wurde er in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert, wo er am 27. April 1945 nach 10 Monaten Gefangenschaft ums Leben kam.
Giuseppe Oppedisano, Großneffe (2025)
Position im Raum

