Jacques Mamelet 1924 - 1945

Geboren 10.5.1924 in Villers-en-Argonne
Gestorben 6.5.1945 in Mauthausen

Biografie

Jacques Mamelet wurde am 10.  Mai 1924 in Villers-en-Argonne (Departement Marne) geboren. Sein Vater Henri und seine Mutter Denise, geb. Bioul, waren Landwirt*innen. Er war in der Avenue Thermale Nr. 143 in Vichy (Departement Allier) wohnhaft und studierte Medizin an der Universität Clermont-Ferrand (Departement Puy-de-Dôme). Dort wurde er am 13. Jänner 1944 verhaftet. Am 22. März 1944 war er einer der 1218 Männer, die von Compiègne nach Mauthausen deportiert wurden, wo er am 25. mit dem Konvoi N° I.191 eintraf. Dort wurde er unter der Matrikelnummer 60225 registriert; nach der Quarantäne wurde er am 9. Mai nach Gusen (Oberösterreich) überstellt, das als Zweiglager des KZ Mauthausen galt.

Bereits ab 1940 wurden insbesondere tausende spanische Republikaner in den von den Nazis betriebenen Granitsteinbrüchen von Gusen eingesetzt. Als die Luftangriffe 1944 immer heftiger wurden, wurde die Rüstungsproduktion nach und nach in die unterirdischen Gänge verlegt. Aus diesem Grund wurde Gusen II gegründet; tausende Gefangene wurden für den Bau der Stollen eingesetzt. [Quelle: Livre Mémorial des Déportés de France (Gedenkbuch der Deportierten Frankreichs) der Stiftung F.M.D. (Fondation pour la Mémoire de la Déportation)]

Laut Angaben des Standesamtes Villers-en-Argonnen und des Amtsblattes Nr. 226 vom 29. September 1994 starb Jacques Marmelet am 5. Mai 1945 in Mauthausen[1]. Dem Livre Mémorial des Déportés de France (Gedenkbuch der Deportierten Frankreichs) zufolge verstarb er noch, bevor er nach Mauthausen zurückgebracht wurde. Er erhielt den Titel „Mort pour la France“ (Gestorben für Frankreich). Am 30. Dezember 1953 wurde ihm posthum die „Karte für Politische Deportierte“ verliehen.

Sein Name steht auf dem Kriegerdenkmal von Vichy.

© AFMD (Amis de la Fondation pour la Mémoire de la Déportation) des Departements Allier

www.afmd-allier.com/PBCPPlayer.asp?ID=738730

Quellen:

- Archive des Departements Allier 1864 W 1

- Städtisches Archiv Vichy (Departement Allier)

- Standesamt Villers-en-Argonne (Departement Marne) und Vichy (Departement Allier)

- Livre Mémorial des Déportés de France (Gedenkbuch der Deportierten Frankreichs) der Stiftung F.M.D. (Fondation pour la Mémoire de la Déportation), Verlag Tirésias 2004

- Mauthausen – Das dritte Denkmal – Verein der Freunde von Mauthausen

- Website MemorialGenWeb

- Office Départemental des Anciens Combattants et Victimes de Guerre du Puy-de-Dôme (Amt für Kriegsveteranen und Kriegsopfer des Departements Puy-de-Dôme)

[1] Anm. d. Red.: Laut mehreren Dokumenten, die sich in den Sammlungen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen befinden, ist das Sterbedatum 6. Mai 1945.

Position im Raum