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Aleksander Śmigielski 1924 - 1945 Bearbeiten

Geboren 26.2.1924 in Ciechanów
Gestorben 10.6.1945 in Gusen

Biografie

Aleksander Śmigielski wurde 1924 in Ciechanów (dt. Zichenau) geboren. Dort besuchte er die Volksschule. Nach dem Schulabschluss bis zum Jahr 1943 half er seinem Vater in der Abdeckerei. Er wohnte mit seinem Vater in Faustynowo. Am 25. Januar 1944 kam es in diesem Dorf zu einem Mord. Eine lokale Partisanengruppe erschoss den Polen Wacław W., der neben seinem Posten als Nachtwächter, auch als Spitzel („Verbindungsmann“) für die Polizei tätig war. Im Zusammenhang mit diesem Mordfall wurden Aleksander und sein Vater Jan am 29. Januar 1944 festgenommen, weil sie mit dem ermordeten Polen sehr gut befreundet waren. Gleichzeitig wussten sie, dass Wacław die ihm zur Kenntnis gelangten strafbaren Handlungen der Polen bei der Gendarmerie zur Anzeige gebracht hatte. Auch wenn die Gestapo ihm und seinem Vater nicht nachweisen konnte, dass sie an der Ermordung des Polen beteiligt gewesen waren, blieben sie in Haft, weil sie keiner geregelten Arbeit nachgingen und den ihnen „gegebenen Anordnungen nur widerwillig nachgekommen waren“. Am 2. Mai 1944 wurde Aleksander ins KZ Mauthausen eingewiesen. Ab 12. Mai 1944 musste er schwere Zwangsarbeit in Gusen verrichten. Er starb wenige Wochen nach der Befreiung des Lagers in Gusen.

 

Dr. Katarzyna Woniak, Universität Augsburg

 

Quellen:

Personalakte von Stanisław Zdunowski, in: Instytut Pamięci Narodowej Warszawa, Sign. IPN GK 629/7517 (Bestand: Gestapo Zichenau)

Häftlingspersonalkarte von Aleksander Śmigielski, in: Arolsen Archives, 1.1.26/1769466.

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