Josef Janovský 1891 - 1942 Bearbeiten
Geboren 1.10.1891 in Strání
Gestorben .2.1942 in Mauthausen
Biografie
Die Geschichte von Josef Janovský
Jugend und Familienleben
Josef Janovský wurde am 1. Oktober 1891 in der Gemeinde Stráni Nr. 91 als Sohn von Josef Janovský, Bauer, und seiner Ehefrau Anna, geb. Žajglová, geboren. Gleich am zweiten Tag nach seiner Geburt wurde er in der örtlichen Kirche getauft.[1] Nach dem obligatorischen Schulbesuch begann er im Wald zu arbeiten. Daher ist sein Beruf entweder als Waldarbeiter oder als einfacher Wildhüter angegeben.[2] Er heiratete Magdaléna Popelková, geb. am 31. September 1889 in Stráni, die Tochter von Martin Popelka, Lähner, und seiner Ehefrau Kateřina, geb. Zderčiková. Nacheinander wurden ihnen drei Kinder geboren. Zuerst im Jahr 1927 der Sohn Josef, im Jahr 1929 der Sohn Jan und im Jahr 1933 der Sohn Antonin. Ihr Vater wurde in dieser Zeit als Halblähner bezeichnet. Im Jahr 1938 war er in der Tschechoslowakischen Sozialdemokratischen Partei organisiert.
Okkupation
Seine Kenntnis der Waldumgebung und die Grenznähe seines Wohnorts prädestinierte ihn dafür, während der Okkupation Tschechiens Menschen über die Grenze zur Slowakei zu bringen, für die der Boden im Protektorat zu heiß geworden war oder die mit ihrer Mitgliedschaft in ausländischen bewaffneten Formationen einen persönlichen Beitrag zur Befreiung des okkupierten Heimatlandes leisten wollten. Dank seines Bruders František wurde er Mitglied der Fluchthilfegruppe 13. Seine Kunden brachte er nach Moravské Lieskové, der ersten Ortschaft hinter der Protektoratsgrenze. Zurück ins Protektorat brachte er für den Widerstand bestimmte wichtige Nachrichten. Die ihm erteilten „Befehle führte er präzise, mutig und mit voller Hingabe an den Widerstand aus“.[3] Die Ausübung der Fluchthilfe gelang ihm bis zum 3. September 1941, als er angeblich auf Grundlage von Verrat bei der Hilfe, Menschen über die Grenze zu bringen, in der Gemeinde Květná von einer deutschen Grenzstreife verhaftet wurde. Nach der Verhaftung wurde er nach Uherské Hradiště überstellt, wo er auf dem Zollamt vernommen wurde. Nach Untersuchung aller Umstände seiner Tätigkeit wurde er am 17. November vor das Standgericht Brno gestellt. Dieses befand ihn unter Vorsitz des SS-Sturmbannführers Ebert und der SS-Untersturmführer Kriminalsekretär Presslauer und Kriminalsekretär Regelsberger als Beisitzer, des Menschenschmuggels, der Störung der öffentlichen Ordnung und des Schwarzhandels für schuldig. Gleichzeitig wurde sein Eigentum eingezogen und seine bestehenden Konten und Pfänder gesperrt.[4]
Da jedoch der Beweis seiner Widerstandstätigkeit offensichtlich nicht durch starke Zeugenaussagen belegt war, überstellte ihn das Standgericht zurück an die Gestapo. Diese verschleppte ihn auf Anordnung des stellvertretenden Reichsprotektors ohne irgendein gerichtliches Verdikt in das Konzentrationslager Mauthausen, wo er am 4. Dezember 1941 eintraf. Nach den Aufnahmeverfahren wurde ihm die Häftlings-Registriernummer 1153 zugeteilt[5]. Seine Haft war jedoch nicht von langer Dauer. Nach genau drei Monaten starb er angeblich durch einen unglücklichen Unfall im Steinbruch, nachdem ein Stein auf seinen Kopf gefallen war.
Am 8. April 1946 wurde Josef Janovský das Kriegsverdienstkreuz in memoriam verliehen[6].
Vlastislav Janík, Forscher
[1] https://www.mza.cz/actapublica/matrika/detail/9722?image=216000010-000253-003377-000000-012000-000000-00-B04115-01050.jp2
[2] MZA Fonds Gestapo Brno Sign. 100-310-28 oder VÚA-Fonds § 255 Janovský Josef 01.10.1891
[3] VÚA-Fonds § 255 Janovský Josef 01.10.1891
[4] MZA Fonds Gestapo Brno Sign. 100-310-28
[5] https://www.pamatnik-terezin.cz/vezen/ma-janovsky-josef
[6] VÚA fond § 255 Janovský Josef 01.10.1891