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Miklós Szabó 1926 - 1944 Bearbeiten

Geboren 18.11.1926 in Veľký Loučky
Gestorben 8.7.1944 in Melk

Biografie

Miklós Szabo wurde am 18. November 1926 in Veľký Loučky in der heutigen Ukraine geboren. Er war als Arbeiter beschäftigt.

Aufgrund seiner jüdischen Abstammung kam er im Frühjahr 1944 in das KZ Auschwitz-Birkenau in Polen. Miklós war dort als „jüdischer“ Häftling ungarischer Nationalität registriert.

Am 28. Mai 1944 wurde Miklós in das KZ Mauthausen überstellt und am 2. Juni 1944 weiter in das KZ-Außenlager Melk transportiert. Er war dort als „Hilfsarbeiter“ beim Projekt „Quarz“ eingesetzt. Daher musste er unter unmenschlichen Bedingungen schwerste körperliche Arbeit beim Bau der unterirdischen Stollenanlage in den Wachberg bei Roggendorf in der Nähe von Melk leisten.

Am 8. Juli 1944 wurde das KZ Melk von US-amerikanischen Fliegern bombardiert. Vermutlich wusste die amerikanische Armee nicht, dass sich auf dem Areal, das bis Frühjahr 1944 als militärische Kaserne genutzt wurde, ein KZ befand. Der Luftangriff dauerte etwa 15 Minuten und hatte weitreichende Folgen: Mehrere Gebäude wurden beschädigt und die Wasserversorgung für das Lager fiel für einige Tage aus; 227 Häftlinge starben bei dem Angriff und hunderte weitere wurden schwer verletzt in den folgenden Tagen nach Mauthausen zurücktransportiert.

Miklós kam bei diesem Bombenangriff ums Leben. Er wurde 17 Jahren alt.

 

Christina Kandler, Verein MERKwürdig – Zeithistorisches Zentrum Melk

 

Quellen:

Internationaler Suchdienst, Arolsen Archives, Einträge für Miklos Szabo, online unter: https://collections.arolsen-archives.org/de/search (abgerufen am 6.7.2022).

United States Holocaust Memorial Museum, Holocaust Survivors and Victims Database, Einträge für Miklos Szabo, online unter: https://www.ushmm.org/online/hsv/person_advance_search.php (abgerufen am 6.7.2022).

Anette Eberle: Häftlingskategorien und Kennzeichnungen. In: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 1: Die Organisation des Terrors. München 2005.

Bertrand Perz: Das Projekt „Quarz“. Der Bau einer unterirdischen Fabrik durch Häftlinge des KZ Melk für die Steyr-Daimler-Puch AG 1944-1945. Innsbruck/Wien 2014.

KZ-Gedenkstätte Mauthausen | Mauthausen Memorial.

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