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Kazimierz Biały 1888 - 1943 Bearbeiten

Geboren 16.2.1888 in Śmigiel
Gestorben 21.1.1943 in Gusen

Biografie

Sohn von Józef (einem Lehrer) und Anna, geborene Scholz. Am 16. Februar 1888 erblickte er in Śmigiel, im damaligen Landkreis Śmigiel das Licht der Welt.

Er hatte Geschwister: Feliks (1875–1943, gestorben in Krakau; Arzt, Teilnehmer an den Großpolnischen und Schlesischen Aufständen) und Józefa (geb. 1878), Zofia (1880–1943, gestorben im Konzentrationslager Auschwitz; heiratete 1898 Stanisław Witaszek, Mutter von Dr. Franciszek Witaszek, dem Leiter von Związek Odwetu poznańskiego (der Vergeltungsorganisation des Posener Verbandes) vom Związek Walki Zbrojnej (dem Verband für bewaffneten Kampf) / der Armia Krajowa (der polnischen Heimatarmee), der im Jahr 1943 von den Deutschen ermordet wurde), Marianna (1883–1958, gestorben in Stęszewo; heiratete 1906 Karol Franciszek Mroczkiewicz).

Er absolvierte die Volksschule und anschließend die Realschule. Er hielt sich im russischen Reich auf, wo er sich der Unabhängigkeitsbewegung anschloss. Dort wurde er verhaftet und nach Sibirien deportiert. Von dort floh er über die Mongolei in seine Heimat Großpolen. Während der bolschewistischen Revolution kämpfte er unter dem Namen Czarny auf der Seite der rechtmäßigen Behörden.

Er nahm an der Westfront am Großpolnischen Aufstand teil. Er diente als Freiwilliger in einer Einheit unter dem Kommando von Oberst Michał Milewski. Er zeichnete sich durch Heldentum in der Schlacht bei Jabłonna in der Nähe von Rakoniewice aus. Am 16. August 1919 wurde er mit dem Rang eines Korporals in die Reserve versetzt.

Am 3. September 1919 zog er von Śmigiel nach Posen, wo er in der Ulica Świętej Jadwigi Nr. 11 wohnte. Er war als Kaufmann tätig. Ein halbes Jahr später verzog er in unbekannte Richtung. Anschließend ließ er sich in Stęszewo nieder, wo er eine Wollspinnerei besaß. 1926 heiratete er Zofia Kłosińska (1894–1987) aus Będlewo. Sie hatten sechs Kinder: Marian (1927), Michał (1928–2007), Józef (1929), Irena (1932–2020), Krystyna (1934) und Władysław (1935). Er war Aktivist der Stronnictwo Narodowe (der Nationalen Partei) und des Turnvereins „Sokół”. Am 27. Juni 1938 wurde er mit der Unabhängigkeitsmedaille ausgezeichnet.

Während der Besatzungszeit leitete er die „Fünfergruppe” der Nationalen Kampforganisation in Stęszewo. Er organisierte den Vertrieb der Zeitung Polska Narodowa und Sabotageaktionen. Er sammelte Gelder für die Organisation und trug Waffen zusammen. Am 6. November 1941 wurde er von der Gestapo verhaftet. Er wurde im Konzentrationslager Fort VII in Posen festgehalten und anschließend in das Gefängnis in Elbląg verlegt.

Am 16. Juli 1942 wurde er vom Oberlandesgericht Posen in einer Auswärtssitzung in Elbląg zu zehn Jahren Straflager verurteilt. Am 24. Juli 1942 wurde er im Gefängnis in Rawicz festgesetzt. Ab dem 11. Dezember 1942 war er im deutschen Konzentrationslager Mauthausen-Gusen unter der Häftlingsnummer 17821 festgesetzt.

Dort wurde er am 21. Januar 1943 ermordet.

1945 in Stęszewo (sic!) von sowjetischen NKWD-Schergen wegen seiner Beteiligung am Kampf gegen den Bolschewismus während der Revolution von 1917 gesucht.

Geehrt in Stęszewo auf dem Pfarrfriedhof auf einer Gedenktafel „Oddali życie za Polskę” (Sie gaben ihr Leben für Polen). Namentlich erwähnt im Gedenkzentrum Gusen und im „Raum der Namen“ in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

 

Paweł Balcer (Bearbeitung auf der Grundlage der „Biografien der Helden“ verfasst von J. Gałczyńska, 2005, 2006)

 

Quelle:

B. Polak (Hrsg.), „Powstańcy wielkopolscy…Biogramy uczestników powstania wielkopolskiego 1918/1919” (Aufständische aus Großpolen...Biografien der Teilnehmer des Großpolnischen Aufstands 1918/1919), Band II, 2006.

Facebook: Sylwetki Powstańców Wlkp. Ziemi Śmigielskiej na 100 lecie (Porträts von Aufständischen aus der Region Śmigiel in Großpolen zum hundertjährigen Jubiläum) 

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