Stefan Reszela 1917 - 1943 Bearbeiten
Geboren 29.7.1917
Gestorben 21.3.1943 in Gusen
Biografie
Stefan Reszela wurde in Kamińsko im Landkreis Oborniki geboren. Er wohnte in benachbartem Dorf Hucisko und war als Stellmacher tätig. Die Umstände seiner Verhaftung im Jahr 1941 lassen sich bisher nicht rekonstruieren. In den Akten der Strafanstalt Wronki, wo er zuerst seine Strafe verbüßte, sind lediglich das Gesuch von Stefania Reszela vom 2. Juli 1942 auf ein Wiedersehen enthalten, das auch genehmigt wurde, und der Brief seines sechs Jahre älteren Bruders Władysław. Er befand sich im Arbeitseinsatz in Ladelund im Kreis Nordfriesland und schrieb am 12. Oktober 1942 auf Deutsch den Brief an Stefan. Dass der Brief in der Akte im Original überliefert wurde, beweist, dass er dem Empfänger nicht zugestellt wurde. Der Inhalt des Briefes ist voller Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende und ein ersehntes Widersehen. Dies wurde ihm nicht vergönnt, weil Stefan Reszel am 21. März 1943 in Gusen, verstarb - vier Monate nach seiner Überführung ins KZ Mauthausen.
Quellen:
- Personalakte von Władysław Kobza, in: Archiwum Państwowe Poznań [Staatsarchiv in Posen), Sign. APP W 1678 (Bestand: Strafgefängnis Wronke)
- Häftlingspersonalkarte von Stefan Reszela, in: Arolsen Archives, 1.1.26/1715132
Dokumente:
- Gesuch vom 2.7.1942
- Brief von Bruder Władysław vom 10.12.1942, beides, in: Archiwum Państwowe Poznań [Staatsarchiv in Posen), Sign. APP W 1678 (Bestand: Strafgefängnis Wronke)
Dr. Katarzyna Woniak, Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg