Zurück

Cesare Capettini 1909 - 1945 Bearbeiten

Geboren 3.4.1909 in Fubine Monferrato
Gestorben 4.3.1945 in Gusen

Biografie

Cesare Capettini wurde am 3. April 1909 in Fubine Monferrato geboren und starb in Gusen.
Er lebte in Mortara und war Arbeiter von Beruf. Sein älterer Bruder Arturo, der 1900 in Zeme Lomellina geboren wurde, war einer der Kommunisten, die am 31. Dezember 1943 am Schießplatz von Cagnola in Mailand erschossen wurden. 

Cesare arbeitete in Mortara als Mechaniker und Fahrer bei der Firma Marzotto. 1939 eröffnete er mit der Schwägerin Matilde Bottero und dem Bruder ein Fahrradgeschäft. Der Bruder besorgte nach dem 8. September Waffen und Vorräte für die Untergrundbewegung. Am 19. Dezember wurde Arturo wegen eines Vergeltungsschlages nach dem Attentat auf Aldo Resega von den Deutschen gefangen genommen. Am darauffolgenden Tag wurde Cesare von den Neofaschisten [M1] im Mailänder Geschäft überrascht, als er gerade dabei war, versteckte Waffen, Kleidung und Lebensmittel woandershin zu schaffen. Mit ihm waren auch ein paar Kameraden, frühere griechische Verbannte, die aber fliehen konnten.

Cesare wurde jedoch gefangen genommen (vgl. Karteikarte von Matilde Bottero). Im Gefängnis wurde er von der Gestapo misshandelt und gefoltert. Von San Vittore, wo er in Flügel VI inhaftiert war, wurde er nach Mauthausen deportiert. Der Transport startete am 18. Februar 1944 von Turin, machte in Mailand halt und kam am 21. im Konzentrationslager an. In Mauthausen wurde er mit der Häftlingsnummer 53373 registriert. Er verstarb am 4. März 1945.


Vampa Capettini, erstgeborene Nichte (Tochter von Arturo Capettini)

Dokumentation:
ISREC, Bestand ANED, Personalakte, b. 2, maschinengeschriebene Zeugenaussage von Matilde Bottero, Mailand, 12.10.1987.
Ibidem, b. 7 (verschied.), CICR. Verzeichnis 1997
Ibidem, b. 8, Gemeinde Mortara, Standesamt. Zusammengefasste Auszüge aus den Sterberegistern.

Bibliografie:
G.U.n[M2] . 72069, S. 283
Cesare Manganelli/Brunello Mantelli: Antifascisti, partigiani, ebrei.
I deportati alessandrini nei campi di sterminio nazisti (Mailand 1991), S. 87.
Valeria Morelli: I deportati italiani nei campi di sterminio. 1943-45 (Mailand 1965), S. 324 (Matrikelnummer 53375).
Vincenzo Pappalettera: Tu passerai per il camino. Vita e morte a Mauthausen (Mailand 1965), S. 270.
Seniga (1976), S. 300-307.
Italo Tibaldi, Verzeichnisse (Mauthausen, tras
[M3] . 25, Matrikelnummer 53373).
Italo Tibaldi: Compagni di Viaggio. Dall´Italia ai Lager nazisti I trasporti dei deportati 1943–1945 (Mailand 1995), S. 46.


 [M1]Gemäß Original

 [M2]Die ital. Abkürzung steht uU für Gazzetta Ufficiale (Amtsblatt).

 [M3]Die ital. Abkürzung steht uU für Transkription. Anm. d. Übers.

Dateien

Informationen zur Person senden...

Weitere Informationen zur Person hinzufügen...