Antonio Bertoncelli 1908 - 1945 Bearbeiten
Geboren 24.5.1908 in Castel San Pietro Emilia
Gestorben 22.4.1945 in Gusen
Biografie
Antonio Bertoncelli wurde am 24. Mai 1908 als Sohn von Giuseppe und Eleanice Gardenghi in Castel San Pietro (BO) geboren. Er war am Corso Marconi in Faenza (FO) wohnhaft. Obsthändler. Verheiratet mit Italina Castelli, Vater von zwei Kindern.
Nach seiner Gefangennahme in Bologna war er ab dem 12. Februar 1944 im Gefängnis des SS-Kommandos (Außenkommando der Sipo-SD) in San Giovanni in Monte mit der Häftlingsnummer 9418 in Haft. Von 17. bis zum 18. Februar wurde er in den Gefängniszellen der Sipo-SD in der Via Santa Chiara verhört. Am 6. Mai 1944 wurde er zusammen mit einer Gruppe von politischen Häftlingen in das Konzentrations- und Durchgangslager Fossoli di Carpi (MO) der deutschen Polizei verlegt.
Am 21. Juni 1944 wurde er zusammen mit weiteren 500 Internierten nach Mauthausen gebracht. Ein Teil der Häftlinge wurde dann zur Zwangsarbeit verpflichtet.
Antonio Bertoncelli war einer der 475 Internierten, die nicht mehr heimkamen. Bei seiner Ankunft am 24. erhielt er die Häftlingsnummer 76243 und wurde als Schutzhäftling eingestuft. Ausgewiesener Beruf: Arbeiter.
Als Facharbeiter war er vom 5. Juli bis zum 27. Dezember 1944 dem Außenlager Wiener Neustadt zugeteilt, wo soeben die Produktion für die Rax-Werke (Geräte für die deutsche Marine) wiederaufgenommen wurde. Vom 27. Dezember 1944 bis zum 1. Februar 1945 war er im Außenlager Wien-Floridsdorf (Bau von Flugzeug- und Raketenkomponenten; U-Boot-Batterien). Vom 2. bis zum 7. Februar arbeitete er in Melk (Tarnname „Quarz”), ab dem 8. Februar war er in Gusen (im Steyr-Werk in der Waffenproduktion) eingesetzt.
Als Datum seines Todes in Gusen wurde der 22. April 1945 vermerkt.
www.ciportanovia.it
Quelle:
www.ciportanovia.it – Ein Projekt der Sektion Bologna der A.N.E.D. und der gesetzgebenden Versammlung der Region Emilia-Romagna