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Josef Ratzesberger 1899 - 1944 Bearbeiten

Geboren 4.2.1899 in Mayerhof
Gestorben 25.12.1944 in Melk

Biografie

Josef Ratzesberger arbeitete als Hilfsarbeiter in verschiedenen Papierfabriken des In- und Auslandes und kam nach längerer Arbeitslosigkeit 1934 nach Innsbruck, wo er dauerhafte Anstellung in der Schafwollwarenfabrik Franz Bauers Söhne in Mühlau fand. Am 8. August 1941 wurde er gemeinsam mit seinem Arbeitskollegen Johann Muglach verhaftet. Am 25. September 1941 erhob die Generalstaatsanwaltschaft Anklage gegen die beiden Arbeiter sowie die wenige Tage später verhaftete Weberin Paula Klotz wegen fortgesetzter kommunistischer Mundpropaganda und der Vorbereitung zum kommunistischen Hochverrat. In der Hauptverhandlung vor einem Senat des Oberlandesgerichtes Wien, die im Februar 1942 in Innsbruck stattfand, bestätigten zahlreiche ZeugInnen die wiederholt von den drei Angeklagten geäußerte Kritik am NS-Staat. Ratzesberger wurde zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren verurteilt und in die Zuchthäuser von Kaisheim bei Ingolstadt und später Amberg überstellt. Im Jänner 1944 vorübergehend zur Wehrmacht entlassen, kehrte er im März 1944 „als für die Wehrmacht ungeeignet“ in die Haft zurück. Ab dem 28. September 1944 befand sich Ratzesberger als Schutzhäftling im KZ Mauthausen, wo das Sterberegister seinen Tod am 25. Dezember 1944 im Nebenlager „Quarz“ in Melk vermerkt. 

Dr. Gisela Hormayr

 

Quellen: 

Online-Datenbank. DeGruyter: OJs 162/41.

Tiroler Landesarchiv, Opferfürsorgeakt Maria Ratzesberger.

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